Lästige Gartenarbeit lässt der Open-Source-Enthusiast heute von Robotern erledigen. Farmbot kündigt nun zwei neue Modelle seiner ferngesteuerten CNC-Open-Hardware-Anbaukästen an: Farmbot Express und Express XL.
Farmbot bietet im Prinzip Holzkästen an, die der Anwender mit Erde füllt und über denen sich dann ein beweglicher Kran hin und her bewegt. Der kann mit einem beweglichen Kopf von oben Pflanzen säen, gießen, Unkraut zupfen und die Bodenfeuchtigkeit messen. Über eine Kamera behält der Nutzer seine Pflanzen im Auge, ein Sensor misst bei Bedarf die Bodenfeuchtigkeit. Das erlaubt es, den Gemüsegarten auch aus der Ferne im Auge zu behalten.

Farmbots lassen sich per Mobilapp oder Rechner steuern.
Die Open-Source-Apps von Farmbot lassen sich von einem Rechner, Smartphone und Tablet aus steuern. Farmbot OS läuft auf einem Raspberry Pi und kommuniziert einerseits mit der Webapp, andererseits mit dem Arduino, der den Farmbot steuert. Über den Rechner lässt sich der Raspberry Pi konfigurieren. Wer ein Tablet oder ein Smartphone verwendet, greift hingegen über die Webapp und ein MQTT-Gateway indirekt auf den Raspberry Pi zu, schickt Befehle und erhält Logs, Sensordaten und Fotos.
Neue Farmbot-Modelle
Noch bis zum Ende Juli lassen sich laut der Ankündigung nun der neue Farmbot Express und Farmbot Express XL beim Anbieter mit einem Rabatt bestellen. Die Anbaumaschinen liefert das Projekt dann zu 95 Prozent vormontiert an seine Kunden. So will es den Massenmarkt erobern. Das ist ein nicht ganz günstiger Spaß: Die Preise liegen trotz Rabatten von 800 US-Dollar bei rund 1500 US-Dollar (Farmbot Express) beziehungsweise 2000 US-Dollar (Express XL). Immerhin ist das deutlich weniger als die Vorgängermodelle kosteten, dazu kommen aber noch Shipping-Kosten und eventuell Zölle. Die Lieferungen kündigen die Farmbot-Macher für November 2019 an, die Montage der Geräte soll in einer Stunde gelingen.
Das Besondere an Farmbot ist, dass sich Interessierte mit einem entsprechenden Zeitbudget auch einfach die Baupläne aus dem Netz herunterladen und die Farmbots selbst bauen können. Sowohl die Software als auch die Hardware sind ausführlich dokumentiert, in Foren geben andere Nutzer Tipps. Die Preise für die Bauteile dürften dann zwar immer noch das Portemonnaie belasten, aber Tüftler fanden in der Vergangenheit immer wieder Wege, teure Komponenten durch preisgünstigere zu ersetzen.
Den entsprechenden Platz im Garten, insbesondere für das XL-Modell, sollten die Käufer oder Bastler allerdings mitbringen. Und sie müssen bedenken, dass die Farmbots auch Wasseranschlüsse und eine Stromversorgung benötigen.




