Google lässt Unterseekabel von Portugal nach Südafrika legen

Namensgebend für die neue Seekabel-Verbindung zwischen Europa und Afrika ist der Autor und Kämpfer gegen den Sklavenhandel, Olaudah Equiano. Das Equiano-Kabel soll Daten mit bis zu 250 Terabit pro Sekunde übertragen können.

Erreicht werde diese Geschwindigkeit, die Google als das Maß der Dinge bei Unterseekabeln bezeichnet, indem ein spezielles Raummultiplexverfahren (space-division multiplex, SDM) zum Einsatz komme, teilt Google mit. Ein Novum sei die optischer Umschaltung auf Glasfaser-Paar-Ebene, anstatt die traditionelle Wellenlängen-Niveau-Umschaltung zu nutzen.

Geplante Route von Equiano. Quelle: Google

Mit Equiano verlegt Google bereits sein drittes privat finanziertes Seekabel. Zwei weitere sind die Unterseekabelprojekte Dunant und Curie. Dunant verbindet die USA (Virginia Beach) mit Europa (Frankeich). Curie liegt zwischen Chile und den USA (Los Angeles).

Für das Equiano-Projekt hat Google Alcatel Submarine Networks beauftragt. Die erste Projektphase mit der Verbindung von Portugal mit Südafrika soll 2021 abgeschlossen sein. Das Kabel läuft dann die komplette Küste entlang bis Kapstadt. Eigenen Angaben zufolge hat Google in den vergangenen drei Jahren rund 47 Milliarden US-Dollar für Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben.

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