Red Hat lässt RHEL 8 vom Stapel

Mit “Liberté, Égalité, Fraternité!” ging in Frankreich die Revolution über die Bühne, mit dem Slogen “Control, Confidence, Freedom” startet Red Hat am ersten Tag des Firmen-Summit 2019 den Vertrieb der neuen Version seines Basisprodukts RHEL. Für die Bühne in Boston sind neben Red-Hat-CEO Jim Whitehurst auch Ginni Rometty von der Konzernmutter IBM sowie der Microsoft-Chef Satya Nadella gebucht.

Fast fünf Jahre hat Raleigh sich zwischen Red Hat Enterprise Linux 7 und 8 Zeit gelassen – deutlich mehr als ursprünglich geplant. Künftig will die Firma alle drei Jahre eine neue Haupt- und alle sechs Monate eine kleine Version herausbringen. Fürs Upgrade von 7 auf 8 müssen Subscription-Kunden laut einem Firmensprecher nicht mehr zwingend eine Neuinstallation machen, sondern dürfen dem Pfad einer Inplace-Migration folgen.

Dem Enterprise-systembedingten Problem alternder Software begegnet das Neugeborene mit so genannten Application Streams – ihn ihnen aktualisieren die Paketmaintainer schnelllebige Sprachen, Frameworks und Entwicklertools häufiger als den auf Stabilität bedachten Rest der Distribution.

Weitere Neuzugänge sind das als SaaS ausgeführte Überwachungs- und Expertensystem Insights, eine über den Port 9090 erreichbares Admin-GUI (“Linux Web Console”), ein systemweiter Verschlüsselungsumschalter (“Encryption Policy”) und noch eine Menge weiterer Dienste und Tools. Die prominentesten Abgänge betreffen Btr-FS und KDE. Zeitgleich mit RHEL 8 verkündet Red Hat die Verfügbarkeit des abgeleiteten Universal Base Image an, einem Userspace-Image, um Linux-Container zu bauen, die Red-Hat-zertifiziert sind.

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