Fermilab stellt Scientific Linux ein

Fermilab stellt die Entwicklung von Scientific Linux ein. Zukünftig will sich Fermilab an Dune beteiligen, dem international ausgerichteten Deep Underground Neutrino Experiment. Dafür wird die Rechenplattform vereinheitlicht.

Künftig will das Fermilab auf Centos 8 umsteigen, anstatt Scientific Linux 8 zu entwickeln, wie James Amundson, Chef der Abteilung für wissenschaftliches Rechnen, in einer Mitteilung auf der Mailingliste schreibt. In Zusammenarbeit mit CERN wollen die Mitarbeiter in der Zukunft Centos stärker in eine Plattform für Hochenergie-Physik im Rahmen des Dune-Projekts verwandeln.

Scientific Linux 6 und 7 will Fermilab aber bis zum Ende ihrer offiziellen Lebenszyklen unterstützen. Scientific Linux 7 erhält noch bis Ende Juni 2024 Wartungsupdates, Version 6 wird noch bis Ende November 2020 gepflegt.

Ergebnis einer Kollaboration

Das Ziel von Scientific Linux bestand vor allem darin, eine stabile und gemeinsame Plattform für wissenschaftliche Institutionen und Labore rund um Fermilab und CERN zu schaffen. Vor Scientific Linux arbeitete Fermilab an Fermi Linux, während CERN ein eigenes CERN Linux zusammenstellte.

Beide Institutionen beschlossen dann, ein gemeinsames Linux mit Schwerpunkt auf Hochenergie-Physik zu nutzen. Unter Federführung von Connie Sieh entstand HEPL (High Energy Physics Linux), das später in Scientific Linux umbenannt wurde. Die erste offizielle Release von Scientific Linux erschien im Jahr 2004.

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