Projektleiterwahl bei Debian ohne Kandidaten

Dem von Projektsekretär Kurt Roecks ausgeschickten Nominierungsaufruf für die anstehende Wahl des Debian Projektleiters (DPL) ist kein Kandidat aus den Kreis der Entwickler gefolgt.

Update: Inzwischen haben sich doch noch drei Kandidaten beworben. Joerg Jaspert, Jonathan Carter und Sam Hartman als DPL beworben. Debian dürfte also nicht führungslos werden.

Das Debian-Projekt wählt seinen Projektleiter jährlich. In der auf sechs Wochen festgelegten Nominierungsperiode können sich alle Debian-Mitglieder selbst als Kandidat aufstellen. Dies hat in der Vergangenheit auch immer geklappt. Zuletzt zweimal in Folge für den amtierenden DPL Chris Lamb. Das Wahlprozedere sieht vor, das sechs Wochen vor Amtsende des DPL der Aufruf zur Nominierung erfolgt. Melden sich in der sechswöchigen Nominierungsfrist keine Kandidaten, wird die Frist erst um eine Woche verlängert und, sollte es immer noch keine Meldungen geben, um eine weitere Woche und so fort, heißt es in der Debian-Verfassung zu den Wahlrichtlinien. Die Nominierung ist inzwischen in die erste Verlängerung gegangen.

Gähnende Leere bei den Nominierungen zur Wahl des Debian Projektleiters.

Der amtierende DPL allerdings ist nicht an sein Amt gebunden, bis es einen Nachfolger gibt. Mit der Fristsetzung für sein Amt endet es auch. Das würde bedeuten, dass Debian zwischenzeitlich führungslos wäre, wenn sich kein potenzieller Projektleiter findet. Chris Lamb hat auf der  Mailingliste schon klar signalisiert, dass er keine Ambitionen verspürt, ein drittes Mal anzutreten.

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