Der in rot getauchte große Saal des Ballhausforum Unterschleißheim nahe München bildete am Vormittag des 15. Januar das Gefäß für das deutsche Red Hat Forum 2019. EMEA-Chef Werner Knoblich sprach in sine Eröffnungsrede das heikelste Thema gleich zu Beginn an: Ob jemand im gut gefüllten Saal noch nicht gehört habe, dass IBM Red Hat kaufen werde – niemand. Dass der teuerste Deal der Börsengeschichte für eine reine Softwarefirma ein Open-Source-Unternehmen allgemein und Red Hat im Speziellen betreffe, sieht Knoblich als Beweis für den zukünftige Bedeutung des Entwicklungsmodells und damit der geschäftlichen Zukunft.
Mehr als es die folgenden Zufriedene-Kunden-Präsentationen vermochten, erfrischte vor der Mittagspause der als “IT Philosoph” betitelte Kommunikationsagentur-Mitinhaber Josef Bertl das Publikum mit seiner an Kalauern reichen Rede über Trends (“Data Morgana”), Personalien (“Kann heute noch ein Pfosten sein, nimmt morgen schon dein’ Posten ein”) oder den Veranstaltungsort (“Macht nicht nur die A 92 einen Bogen drum”).
Der Nachmittag bot dem Besucher das von ähnlichen Veranstaltungen bekannte Geflecht aus parallelen Breakout Sessions, einem Halbtag füllenden “Open Innovation Lab” und der Möglichkeit, an Ausstellerständen Gespräche zu führen. Dass die durchaus gut gewählten Vortragsthemen (Containersicherheit, Ansible, Machine Learning, …) früher oder später immer auf Produkte und Dienstleistungen von Red Hat zuliefen, liegt sicherlich in der Natur einer Firmenveranstaltung – auch und gerade einer professionell aufgezogenen wie dem Red Hat Forum in Unterschleißheim.



