Das funktionale Phoenix-Framework setzt auf die Erlang VM und Elixir. Nun bringt Version 1.4 unter anderem HTTP2-Support mit, unterstützt lokale Zertifikate für HTTPS und übersetzt Development-Code schneller.
Das “phx.new”-Archiv für Phoenix lässt sich dabei neuerdings über Hex installieren, um das Installationserlebnis zu verbessern. Dabei kommen zwei Mix-Befehle zum Einsatz, welche die Webseite auflistet:
$ mix archive.uninstall phx_new $ mix archive.install hex phx_new 1.4.0
Die neuen Generators nutzen anschließend standardmäßig Ecto 3, das neue Features mitbringt. Existierende Phoenix-Anwendungen laufen dabei weiterhin mit Elixir 1.4, das neue “phx.new”-Archiv setzt allerdings Elixir ab Version 1.5 voraus.
HTTP2-Support
HTTP2-Support erlaubt Server-Push-Aktionen und beschleunigt die Antwortzeiten. Das Feature lässt sich im Phoenix Framwork über eine Änderung an einer Zeile in der “mix.exs” einschalten. Möglich macht dies der Cowboy-2-Adapter, den der Eintrag “{:plug_cowboy, “~> 2.0″}” auf den Plan ruft. In künftigen Versionen wollen die Entwickler HTTP2 standardmäßig aktivieren.
Daneben haben die Entwickler den Entwicklungsprozess verschlankt. Große Projekte lassen sich im Entwicklungsstadium nun schneller als zuvor übersetzen. Der Prozess kompiliert die abhängigen Module nur noch für Setups im Produktionseinsatz, trifft hier also eine Unterscheidung. Ebenfalls den Development-Modus betrifft eine veränderte Fehlermeldung. Findet der Router keine Route, erscheint nicht nur ein 404-Fehler, sondern die Webseite listet auch die verfügbaren Routen auf.
Lokales SSL
Weil die meisten Browser für HTTP2-Anfragen auch SSL benötigen, haben die Entwickler einen neuen “phx.gen.cert”-Task integriert. Der erlaubt es, ein selbst unterschriebenes Zertifikat zu generieren, das beim Entwickeln HTTPS-Verbindungen erlaubt.
Mit “Usersocket Connection Info” haben die Entwickler ihrer Nutzer-Community einen häufig nachgefragten Wunsch erfüllt. Der “connect/3 UserSocket callback” liefert nun für Websockets und Longpoll-Transports Informationen wie die Peer IP-Adresse, Host-Informationen sowie die X-Header zur HTTP-Anfrage. Zugleich hilft ein rückwärtskompatibles Presence Javascript API Race Conditions zu vermeiden und vereinfacht zugleich die Nutzung.
Weitere Details zur neuen Version von Phoenix und zu den Zukunftsplänen für das Framework, verrät die offizielle Ankündigung.






