Github feiert 10-jähriges Jubiläum

Die unter Open-Source-Projekten populäre Online-Quellcodeverwaltung Github feiert seinen zehnten Geburtstag und blickt zurück auf die Highlights.

Der Launch-Post stammt vom 10. April 2008, kurz zuvor war mit Rails bereits das erste große Open-Source-Projekt auf Git und Github gewechselt. Seitdem dem Start ist im IT-Bereich einiges passiert, ein paar Ereignisse, die nach dem Start stattfanden und Einfluss auf Github hatten, nennt die Pressemitteilung der Firma.

So wurde am 3. Januar 2009 Bitcoin erfunden, landete 2010 auf Github und manifestiere sich dort inzwischen in tausenden Blockchain-Projekten. Vom Bitcoin-Projekt selbst gebe es 18 000 Forks. Im Juli 2016 landete der Quellcode für Apollo 11 auf Github, und erst im Februar 2017 schickte das Python-Projekt einen ersten Pull Request (PR). Selbst Linus Torvalds hostete den Kernel zwischenzeitlich auf Github.

Populär auf Github ist Javascript

Im Mai 2009 startete Node.js, das die Möglichkeiten für Javascript erweiterte und den Weg für diverse Frameworks ebnete. Seit 2012 ist Javascript die populärste Programmiersprache auf Github. Der Fork io.js und die Wiedervereinigung unter dem Dach der Node.js Foundation zeige laut Github auch die Fähigkeit von Open-Source-Communities, komplexe Kollaborationsprobleme zu lösen.

Auch andere Projekte wanderten nach und nach auf Github, auch, weil dort viele Entwickler zu finden sind. Das Nachsehen hatte unter anderem die ältere und inzwischen recht angestaubt wirkende Plattform Sourceforge.net, früher das Sammelbecken der wichtigen Open-Source-Projekte.

Durch seine Kostenlos-für-Open-Source-Projekte-Strategie hat sich Github nachhaltig in der Open-Source-Welt etabliert. Zahlende Nutzer dürfen private Repositories nutzen. dafür zahlen unter anderem viele Firmen, weil ihre Entwickler den Dienst gut kennen und zu nutzen wissen. Offene Konkurrenz kommt unter anderem von Gitlab, dessen Code Firmen auf dem eigenen Server hosten dürfen und von Atlassians Bitbucket.

DDos-geplagt

Ende Mai 2017 zählte Github den 100-millionsten Pull Request. Inzwischen verwaltet Github 80 Millionen Projekte für 27 Millionen Entwickler. Nicht alle dieser Projekte stoßen offenbar auf Wohlwollen. Immer wieder kommt es zu DDoS-Attacken auf den Dienst, die zum Teil rekordverdächtige Ausmaße annehmen. Doch bisher wusste sich Github gut zu verteidigen und hat auch sonst in den vergangenen 10 Jahren wenig falsch gemacht.

 

 

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