Schwachstellen an der Zapfsäule

Der russische Security-Experte Kaspersky Lab hat unbekannter Schwachstellen in einer Steuereinheit gefunden, die bei Tankstellen weltweit zum Einatz kommt. Die Steuereinheit läuft unter Linux.

Das betroffene embedded System ist nach Angaben von Kaspersky über tausend Mal an Tankstellen installiert. Die Steuereinheit arbeite mit hohen Zugriffsrechten sei bei manchen Tankstellen bereits vor über zehn Jahren eingebaut worden und sei seitdem mit dem Internet verbunden. Über die Schwachstellen ließe sich remote ausnutzen, lässt Kaspersky wissen. Die Forscher seien über die Lücken in der Lage gewesen, Einstellungen innerhalb des Tankstellensystems einzusehen und zu konfigurieren.

Zugang zur Management-Konsole der Tankanlage. Quelle: Kaspersky

Gelinge es Angreifern, den Anmeldebildschirm zu umgehen, ließe sich das Tanksystem ausschalten und auch eine Preisänderung für die Kraftstoffe wäre möglich, teilen die Experten mit. Letztlich könne darüber auch der Zahlungverkehr kapern, weil das System sich direkt mit dem Zahlungsterminal verbinde. Kaspersky habe den Hersteller über die Schwachstellen informiert. Laut den Erkenntnissen der Sicherheitsforscher kommen die Anlagen in Deutschland nicht zum Einsatz. Hauptsächlich betroffen seien die USA und Indien, aber auch Anlagen in Spanien, der Türkei, Israel und Tschechien.

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