Mit der Software Wine lassen sich Windows-Programme unter Linux starten. Die jetzt freigegebene Version 3.0 bietet vor allem bei der Direct-X-Unterstützung Neuerungen.
So bietet Wine 3.0 zahlreiche Features für die Schnittstellen Direct3D 10 und 11. Vor allem Spielen machen von diesen Gebrauch. Unter anderem gibt es Unterstützung für Compute Shaders, Stream Output und Cube-Map Arrays. Darüber hinaus unterstützt Wine 3.0 das Command-Stream-Feature von Direct3D. Das fasst Anweisungen aus verschiedenen Threads in einem einzelnen Rendering-Thread zusammen.
Verbessert haben die Wine-Entwickler auch die Unterstützung von Open GL Core Contexts in Direct3D. Dies hat unter anderem Folgen für Anwender mit AMD- und Intel-Grafikkarten, die den Mesa Open-GL-Treiber verwenden. Um Direct3D 10 und 11 zu aktivieren, müssen sie nicht mehr explizit über die Registry-Einstellung „MaxVersionGL“ gehen. Die Direct3D-Grafikkartendatenbank kennt nun zudem weitere Grafikkarten.
Wine und Android
Wine lässt sich jetzt auch zu einem APK-Paket schnüren und als normale App unter Android nutzen. Die Entwickler haben zudem passende Grafikkarten- und Audiotreiber implementiert. Wine 3.0 unterstützt auf Android-Geräten zwar Open GL, ist dort aber auf Open GL ES limitiert. Aus diesem Grund fällt der Einsatz von Direct3D hier noch flach.
Neben diesen größeren Neuerungen gibt es noch viele kleine nützliche Änderungen, die die offizielle Ankündigung auflistet.




