Die Sicherheitspatches gegen die eben bekanntgewordenen spektakulären Prozessor-Bugs Meltdown und Spectre können zu Performanceeinbußen führen, darauf haben berteits die Sicherheitsforscher hingewiesen. Nun liegen erste Benchmarks vor, die konkrete Zahlen liefern.
Bernd Helmle vom Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen credativ, dass sich auf Open-Source-Lösungen und PostgreSQL spezialisiert hat, hat dazu Datenbankbenchmarks mit gepatchten und ungepatchten Systemen verglichen. Verwendet wurde der PostgreSQL-eigene Benchmark pgbench mit PostgreSQL HEAD vom 05.01.2018. Die Tests wurden auf CentOS 7 (7.4.1708) VMs durchgeführt, die über vier beziehungsweise acht virtuelle CPUs und 8 GByte RAM verfügten. Die Messungen weisen Performanceverluste von fünf bis zehn Prozent aus. Allerdings entspricht die Belastung bei einem synthetischen Benchmark wie pgbench im Regelfall nicht der Last, die eine reale Anwendung erzeugt. Das bedeutet, dass man nicht ausschließen kann, dass die Leistungseinbußen auch höher sein können und im schlimmsten Fall sogar die maximal avisierten 30 Prozent erreichen mögen, was in keinem der Benchmarks auch nur annähernd beobachtet wurde. Im Bedarfsfall muss der Anwender das im Zusammenspiel mit seinen eigenen Anwendungen eruieren.





