Akademy 2008: Amaroks Projekte für den Summer of Code

Für viele Leute ist der Sommer die ideale Zeit, um Urlaub zu machen. So auch für die Amarok-Entwickler: Sie programmieren in dieser Zeit neue Features.

Sechs Studenten stellten heute an der Akademy ihre Summer-of-Code-Projekte für Amarok 2.0 vor. Casey Link integrierte in den letzten Wochen den Online-Musikdienst MP3tunes in Amarok. Die KDE-Jukebox ist damit zurzeit das einzige Programm außer dem offiziellen Client, welches Musik auf den MP3tunes-Server hochladen und damit synchronisieren kann. Die MP3tunes-Integration ist ein Schritt in Richtung mehr Community. So lassen sich Songs in der Online-Sammlung auch vom Handy aus oder über ein Internetradio hören.

Peter Zhou arbeitete in der gleichen Zeit an einem neuen Scripting-Interface für Amarok. Mit Qtscript für Amarokstehen dem Audioplayer sämtliche über Qtbindings erreichbaren Scriptsprachen zur Verfügung.

Amarok 2.0 konnte bis jetzt noch nicht mit externen Playern umgehen. Den dazu nötigten Code hat Alejandro Wainzinger in der Zwischenzeit geschrieben. Das Gerätemanagement von Amarok ist jetzt wieder auf dem Level von Amarok 1.4, zudem möchte Alejandro noch ein paar zusätzliche Features einführen zum Beispiel das Playcount Tracking für gewöhnliche USB-Storage-Geräte.

Um Kontextinformationen zu einem Song anzuzeigen, setzt Amarok 2.0 auf Plasma. Entsprechende Applets gibt es zwar schon, aber die Integration in Amarok selbst, war bislang sehr minimalistisch. Mit dem Summer-of-Code-Projekt von William Soares hat sich dies nun geändert. Ein weiteres Manko von Amarok 2.0 gegenüber der Vorgängerversion behob Teo Mrnjavac. Er reimplementierte das Mass-Tagging-System und verbesserte dabei gleichzeitig die Benutzbarkeit des Dialogs. So müssen Nutzer nun nicht mehr mit Variablen wie %t, %a oder %n arbeiten, sondern können das Tagging-Schema einfach per Drag & Drop erstellen. Screenshots des neuen Dialogs gibt es in Teos Blog.

Sein Projekt nicht persönlich vorstellen konnte Daniel Jones. Er hat in den letzten Wochen ein komplexes Playlisten-System für Amarok 2.0 implementiert. Es erlaubt Biased Playlists und Fuzzy Biases. Eine Biased Playlist stellt die Stücke nach mehreren Kriterien zusammen, zum Beispiel alle noch nie gespielten Stück, davon 30 Prozent Hardrock und 10 Prozent Jazz. Ein Beispielvideo dazu gibt es bei Youtube. Fuzzy Biases ermöglichen ungenaue Playlisten, zum Beispiel Songs um das Jahr 1973 herumm oder alle Stücke, die etwa drei Minuten lang sind. Daniel verbesserte zudem das Amarok File Tracking System, so dass Songs, die von einem Verzeichnis in ein anderes verschoben wurden, in den Playlisten nicht mehr verloren gehen.

Sämtliche vorgestellten Features sind bereits im SVN-Zweig von Amarok 2.0 enthalten. Wer keine Lust hat, Amarok aus den Quellen zu kompilieren, probiert die Neuheiten am besten über Pakete aus dem Projekt Neon aus.

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