KDE-Entwickler Inge Wallin sprach in seinem Vortrag über Anwendungsintegration: Sie mache eine Anwendung attraktiver, das Arbeiten für den Anwender effizienter und erhöhe die Zahl der Anwender mehr, als wenn neue Features hinzukommen.
Unter Integration von Anwendungen ist zum Beispiel zu verstehen, dass Datenimport durch Drag & Drop möglich ist oder eine Applikation externe Services einbindet, zum Beispiel ein Wetter-Applet als Plasmoid. Als wichtigste Eingeschaft von Anwendungsintegration hob der Marble- und KOffice-Entwickler hervor, dass Integration höhere Effizienz für den Anwender hervorbringe, etwa indem Daten aus der einen Anwendung in die andere übernommen werden. Weitere Vorteile seien, dass die Anwendung attraktiver zu benutzen wird. Schließlich hätten neue Entwickler es leichter, in ein Nachbarprojekt einzusteigen.
Jeder, der an einem KDE-Projekt arbeitet, solle sich deshalb fünf Minuten Zeit nehmen und sich fragen, wie die eigene Anwendung andere adressieren kann. Durch geeignete Schnittstellen, aber nicht zuletzt durch transparente Dokumentation könne ein Entwickler die Offenheit seiner Software verbessern. Sie erhöhen damit die potenzielle Zahl ihrer Nutzer: Mehr Anwender interessieren sich für eine Anwendung, wenn sie eine Anwendungen integriert, die sie sowieso schon benutzen, erläuterte Wallin.
Als Beispiel für eine integrative Software nannte der Schwede Marble: Zur Zeit sei man dabei, Openstreetmap und Marble zu integrieren. Als weiteres Beispiel nannte er KOffice. Für KOffice 2.1 sei die Bibliothek Koodf geplant, die noch nciht veröffentlicht ist. Diese Bibliothek sollen andere Anwednungen benutzen, um KOffice-Dokumente zu erstellen.
Inge Wallin aus Linköping, Schweden ist Softwareentwickler und Mitgründer der Firma Cendio. Die KDE Akademy 2008 begann am Samstag, 9. August und dauert bis zum 15. August. Am Samstag und Sonntag gab es Vorträge über neue Ideen fütr KDE, KDE-Projekte und solche, die es werden könnten. Die Wochentage sind für das KDE-Vereinstreffen, Tutorials und Workshops reserviert.



