Nachdem im Mai Gerüchte über eine Aufnahme von Suns Dateisystem ZFS in den Kernel aufkamen, wies Kernel-Entwickler Alan Cox diese nun mit einem Verweis auf die Lizenzpolitik von Sun zurück.
Ein Entwickler namens Fred hatte darauf hingewiesen, dass die ZFS-Unterstützung für Grub nun unter der GPL stehe. Man könne den Code benutzen, um ZFS-Support in den Kernel zu bringen.
Alan Cox verneinte diese Möglichkeit mit dem Argument, eine weitergehende Implementierung verletze Suns Lizenzen. Er habe mehrmals bei Sun um die Erlaubnis gebeten, den Code zu verwenden, aber nie eine Antwort erhalten. Insofern, schlussfolgerte er auf der Linux-Kernel-Mailingliste, wolle Sun wohl offen wirken, gebe ZFS aber nicht an Linus Torvalds, weil das Dateisystem das einzige Argument sei, Solaris in Rechenzentren zu betreiben.
Der Bootloader-Experte H. Peter Anvin fügte hinzu, GRUB unterstütze nur einen rudimentären ZFS-Read-Only-Treiber. Kernel-Entwickler Christoph Hellwig betrachtet aber auch einen Read-Only-Support von ZFS für den Kernel als Vorteil. Er bot auf der Liste an, diese Implementierung durch Mentoring zu unterstützen, falls sich jemand findet, der das Vorhaben umsetzt.
Suns Dateisystem ZFS gilt aufgrund des ausgefeilten Volume Management als recht ausgeklügelt und kann dank seiner 128-Bit-Zeiger auch mit großen Datenmengen umgehen. Es lässt sich bei Bedarf dynamisch erweitern, erkennt und behebt Fehler im Dateisystem ohne große Performance-Verluste und erlaubt das Einfrieren und Klonen von Bereichen. Der überwiegende Teil von ZFS steht nach wie vor unter Suns Open-Source-Lizenz CDDL.



