Geht die Prognose der Marktforscher vom US-amerikanischen Institut ABI Research in Erfüllung, wird Linux auf Mobiltelefonen im Jahr 2013 die Nummer zwei hinter Marktführer Symbian OS sein. Grund: Die geballte Stärke der beiden Linux-Initiativen LiMo Foundation und Open Handset Alliance.
Sowohl hinter der LiMo Foundation als auch der Googles Open Handset Alliance stehe mittlerweile eine große Anzahl von Hardware- und Softwarehersteller. In nur fünf Jahren, so die Forscher des Instituts ABI rRsearch in einer aktuellen Mitteilung, könne Linux einen Anteil von bis zu 23 Prozent am Smartphone-Markt haben. Dabei stünden die großen Allianzen LiMo Foundation und Open Handset Alliance an vorderster Front, doch auch kleineren Lösungen wie Nokias Maemo räumen die Marktforscher Chancen ein, da sich der Markt der Mobile Internet Devices (MID) beständig vergrößere.
In der LiMo (Linux Mobile) Fondation sind 40 Hersteller von Soft- und Hardware vereinigt. Ihr Ziel ist, eine standardisierte Linux-Plattform für Smartphones mit offener API zu entwickeln. Sie stellt im Moment den größten Zusammenschluss von Unternehmen dar, die gemeinsam ein mobiles Linux entwickeln wollen. Das zweitgrößte Gremium ist die Open Handset Alliance. Sie wurde von Google ins Leben gerufen und hat schnell Unterstützer gefunden. Zusammen soll eine offene Betriebssystemplattform mit Namen Android entwickelt werden. Eine dritte Initiative stellt das von asiatischen Hersteller FIC initiierte Projekt Openmoko dar. Aufgrund mangelnder Unterstützung anderer Hersteller werden diesem Projekt jedoch keine großen Chancen auf dem freien Markt eingeräumt. Dafür sind die Projektbeteiligten im Moment die einzigen, die erste funktionsfähige Geräte vorweisen können. Über den Stand der Dinge sprach das Linux Magazin mit Michael Lauer, Framework-Architekt bei Openmoko, auf dem Linuxtag in Berlin.



