Der amerikanische Distributor Red Hat veröffentlicht die Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung Jboss Developer Studio und verspricht Java-Applikationsentwicklung "out of the box".
Jboss Developer Studio verbindet Open-Source-Bestandteile mit Laufzeit-Funktionalitäten und will so Entwicklern die Mühe sparen, diese Bestandteile selbst zu kombinieren. Enthalten sind unter anderem der Jboss-Applikationsserver, das Persistenz-Framework Hibernate und Jboss Seam sowie die hauseigene Betriebssystemplattform Red Hat Enterprise Linux mit integrierter Entwicklungsumgebung (IDE). Dank dieser Kombination müssten Entwickler beispielsweise nicht mehr in Eigenarbeit das Java-Webframework Seam mit dem Jboss Application Server integrieren. Als einen weiteren Vorteil nennt Red Hat, dass Programmierer in der Entwicklung die gleiche Laufzeitumgebung nutzen können wie im produktiven Einsatz. Mitgeliefert wird Jboss Enterprise Middleware und Technologie vom strategischen Partner Exadel, hierunter AJAX-Technologien und Eclipse-Werkzeuge. Für die enthaltenen Software-Bestandteile will Red Hat fünf Jahre lang Support leisten und Updates liefern.
Die Beta-Version wurde seit der Veröffentlichung im August unter dem Namen Red Hat Developer Studio rund 100.000mal heruntergeladen (Linux-Magazin Online berichtete), für Red Hat ein Indikator für das hohe Interesse. Mitgeliefert werden Werkzeuge beispielsweise für die Plattformen Java EE, Jboss, jBPM, Struts und Spring IDE.
Red Hat bietet Jboss Developer Studio für Linux und Windows im Abonnement für 99 US-Dollar pro Monat an, Supportverträge gibt es ab 3.500 US-Dollar im Jahr, Zugang zu den Red-Hat-Enterprise-Produkten inbegriffen. Entwickler, die sich die Gebühren sparen möchten, können die einzelnen Eclipse-Bestandteile und Laufzeitfunktionalitäten selbst zusammenstellen.


