Die Sicherheitsbibliothek GnuTLS verzichtet in Version 2.0.2 wegen drohender Patentansprüche auf die TLS-Authorization-Extension.
Das Projekt hat sich zu dem Schritt entschieden, weil die Extension ohnehin keine entscheidende Rolle spiele, es aber nicht auszuschließen sei, dass die Extension patentiert werde. Den Unsicherheiten wegen möglicher Patentansprüche geht das Projekt damit gleich von Anfang an aus dem Weg. Außerdem verhindere dieser Schritt, die Verbreitung dieser Technologie. Erst in der Anfang September erschienen Version war die Erweiterung für die TLS-Authorization erstmals in die Bibliothek aufgenommen worden.
Für den bei der Internet Engineering Task Force (IETF) bereits zur Prüfung als Standard eingereichten TLS-Authorisierung habe sich in letzter Minute ein Unternehmen gemeldet, das für die Technik ein Patent beantragt habe, schreibt die Free Software Foundation. Der Vorschlag sei daraufhin von der IETF abgelehnt worden.
GnuTLS implementiert den TLS-Standard RFC 2246 (Transport Layer Security), der bei vielen Anwendungen zur Zertifikat-basierten Verschlüsselung eingesetzt wird. Das unter der LGPLv2 veröffentlichte GnuTLS gilt als Alternative zu OpenSSL, das unter der Apache License steht.

