Das Konsortium Linux Foundation hat in der Diskussion zur Annahme von Microsofts OpenXML-Format als internationaler ISO-Standard Stellung bezogen. Die Foundation empfiehlt den Standardisierungsgremien der Länder, gegen die Annahme zu stimmen.
Amanda McPherson, Marketing-Chefin der Linux Foundation, nennt zahlreiche Gründe für die ablehnenden Haltung. Nach Ansicht der Linux-Organisation wäre den Anwendern besser gedient, wenn alle Anbieter, Microsoft eingeschlossen, den bereits anerkannten ISO-Standard Open Document Format (ODF) umsetzen würden. Dann sei zudem die aufwändige Umwandlung zwischen unterschiedlichen Formaten unnötig.
Außerdem kritisiert die Stellungnahme der Linux Foundation Microsofts Office-OpenXML-Spezifikation als viel zu umfangreich und unreif. Zudem sei das Dokument Windows- und Microsoft-zentrisch und verweise häufig auf proprietäre Standards des Herstellers.
Weitere Argumente gegen Microsofts Format führen die Mitglieder der Desktop-Arbeitsgruppe der Foundation an, darunter Knoppix-Erfinder Klaus Knopper und Jeremy Allison, der derzeit bei Google arbeitet.
Die Linux Foundation empfiehlt daher allen ISO-Mitgliedsgremien, die bisher noch nicht abgestimmt haben, das Votum “Nein, mit Kommentaren” abzugeben. Der Abstimmungszeitraum dauert noch bis zum 2. September.



