Der weltweite Servermarkt wächst, und Linux-Server haben weiter erheblichen Anteil daran: Zum fünften Mal in Folge erreichen Linux-Serververkäufe im zweiten Quartal 2007 zweistellige Wachstumsraten.
Dies zeigen die aktuellen Erhebungen der US_Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC. Insgesamt konnten die Hersteller im zweiten Quartal 2007 den Umsatz um rund 5 Prozent (Gartner) beziehungsweise 6 Prozent (IDC) steigern. Das entspricht insgesamt 13 Milliarden US-Dollar. Laut IDC haben Linux-Server hieran einen Anteil von 1,8 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 19 Prozent für vorinstallierte Server mit dem freien Betriebssystem im zweiten Quartal. Damit stieg der Marktanteil im Vergleich zum Vorjahresquartal von 12,1 auf 13,6 Prozent. Marktführer ist mit 38,2 Prozent und 5 Milliarden US-Dollar Umsatz nach wie vor Microsoft, und die Zuwächse sind mit 18,7 Prozent ähnlich. Der Verlierer der Statistik ist Unix mit 4 Prozent weniger Umsatz und einem Marktanteil von 31,7 Prozent.
Bei den Hardware-Herstellern sehen die Statistiker beider Unternehmen IBM auf dem ersten Rang mit rund 4 Milliarden US-Dollar Umsatz, dicht gefolgt von HP (3,7 Milliarden) und Sun mit 1,7 Milliarden. Big Blue konnte seinen Marktanteil mit seinen System x, -z und System-p-Servern halten. Die Renner von HP sind die ProLiant- und Blade-Server, während Sun mit T1000- und T2000-Systemen punktet und mit Solaris den Unix-Markt beherrscht. Dell konnte seinen Umsatz um 20 Prozent steigern, bleibt aber auf dem vierten Platz.
Als Motor für das Wachstum nennen die Marktforscher Produkte für die x-86-Plattform, gleichzeitig machen sie gestiegenen Bedarf für größere Speicher aus. “Unterschwellig gibt es eine große Nachfrage für mehr Leistung und neue Applikationen”, sagt Jeffey Hewitt, Vizepräsident für Markforschung bei Gartner. “Das treibt den Bedarf nach Speicherplatz in die Höhe trotz potentieller Bremsen durch Virtualisierung oder wirtschaftliche Überlegungen.” Der Wettbewerber IDC sieht als Hauptgrund für das Wachstum die neuen Aufgaben der IT und einen starke turnusmäßigen Hardware-Austausch.



