Die Free Software Foundation (FSF) hat den finalen Entwurf der GNU Affero GPL Version 3 (AGPL) vollendet und zur Diskussion gestellt.
Die Affero GPL enstpricht größtenteils der GNU Public License in Version 3. Lediglich ein Absatz unterscheidet beide Lizenzen voneinander: In Punkt 13 Absatz 1 ist festgelegt, dass der Quellcode von Software, die über ein Netzwerk genutzt wird, frei verfügbar sein muss. Das betrifft etwa Webanwendungen wie Content-Management-Systeme, mit denen Nutzer nur über ein Frontend in Berührung kommen. Damit der Quellcode dennoch einzusehen ist, hat die Firma Affero mit Zustimmung der FSF die Affero GPL entwickelt.
Die erste Fassung der AGLP stammte aus dem Jahr 2002 und stellte eine modifizierte Ausgabe der GPLv2 dar. Mit Einfürung der GPL-Version 3 sind AGPL und GPL inkompatibel. Dieses Problem soll nun der vorliegenden Entwurf lösen. Die AGPLv3 soll auch mit der Apache-Lizenz 2.0 kompatibel sein.
Die Diskussion der AGPLv3 ist ab sofort eröffnet. Wann die AGPLv3 endgültig verabschiedet wird, steht noch nicht fest.



