Die Software, die Samsung zur Verwaltung seiner Linux-Druckertreiber anbietet, enthält eine Reihe von Fehlern, die die Systemsicherheit nachhaltig gefährden.
Samsungs Unified Linux Driver datiert vom 25. April 2007 und kann von der Website von Samsung heruntergeladen werden und ist auch auf den Installationsmedien enthalten, die mit den Geräten geliefert werden. Das Tar-Archiv enthält eine Reihe von Shellscripten und Binaries, die den Installationsvorgang unterstützen. Die Installationsroutine lässt sich nur als Benutzer Root durchführen, andernfalls bricht sie ab. Während der Installation führt sie tiefgreifende Änderungen am System durch, über die sich die wenigsten Linux-Administratoren freuen werden: Beispielsweise werden unter Umgehung des Package-Managements einige Bibliotheken installiert.
Am schwersten dürfte jedoch die Änderung von Zugriffsrechten verschiedener Programme wiegen: Die Installationsroutine vergibt unter anderem Suid-Flags für Ghostscript, Xsane und Open Office. Das Ergebnis sind Anwendungen, die mit Root-Rechten laufen. Damit könnte jeder Benutzer, der einen Account auf dem System besitzt, beispielsweise Open Office nutzen, um in Systemdateien wie “/etc/passwd” neue Benutzer mit erweiterten Rechten anzulegen.
Da kein Sourcecode zum Installer vorliegt, lassen sich weitere problematische Änderungen in der Konfiguration nicht ausschließen. Betroffen sollten mindestens die Suid-Flags der genannten Binaries wieder entfernen, besser wäre jedoch eine komplette Neuinstallation der Programme.
Auf Anfrage von Linux-Magazin Online teilte Samsung mit, das Problem sei bereits bekannt und kündigte noch für heute eine Aktualisierung des Installers an.



