Das Centos-Projekt, das sein Enterprise-Linux aus den GPL-Quelltexten von Red Hat erstellt, hat erstmals eine Live-CD veröffentlicht.
Die Live-CD bietet Anwendern die Möglichkeit, das im April veröffentlichte CentOS 5.0 für Intel-Rechner ohne Installation zu testen. So lässt sich beispielsweise feststellen, ob die Distribution die eingesetzte Hardware unterstützt. Außerdem bringt das System Samba, Qtparted und zahlreiche Kommandozeilenwerkzeuge für LVM und RAID mit, so dass es sich als Rettungssystem eignet.
Daneben bietet das Livesystem Desktop-Software, die allerdings nicht allerneusten Datums ist, darunter OpenOffice 2.0.4, Firefox 1.5.0.10 und
Thunderbird 1.5.0.10.
Die Live-CD hat der kanadische Entwickler Patrice Guay mit dem Entwicklungskit Adios erstellt. Das Live-System verwendet allerdings ein schreibgeschütztes “/usr”-Verzeichnis, so dass sich nach dem Booten keine zusätzliche Software nachinstallieren lässt. Das Centos-Projekt möchte dem aber abhelfen: In Zukunft möchte es das Fedora-Live-CD-Project verwenden, das CDs mit beschreibbarem Dateisystem produziert, die sich zudem zur Installation verwenden lassen.
Das 679 MByte große ISO-Image steht auf zahlreichen Servern zum Download bereit, die das Centos-Projekt in seiner Mirror-Liste angibt.



