Novell hat heute das erste Service-Pack (SP1) für seine Unternehmensdistribution Suse Linux Enterprise 10 veröffentlicht. Gleichzeitig hat der Hersteller ein kommerzielles Treiberpaket für Virtuelle Maschinen angekündigt.
Neben den obligatorischen Fehlerkorrekturen enthält das SP1 nach Herstellerangaben wesentliche Verbesserungen hinsichtlich Virtualisierung, Geschwindigkeit, Sicherheit, System-Management und Interoperabilität. SP1 unterstützt Quad-Core-Prozessoren wie Intel Xeon und AMD Opteron.
Als Ergebnis der Zusammenarbeit mit Microsoft soll SP 1 eine bessere Interoperabilität mit Active Directory sowohl auf dem Server wie auf dem Desktop liefern. Das hochverfügbare Speichersystem enthält neue Versionen der Open-Source-Software Heartbeat und des Cluster File System von Oracle. Das Audit Subsystem zur Überwachung der Systemaktionen wurde vervollständigt. Ausserdem unterstützt SP1 mit Novell Open Enterprise Server 2 nun auch das andere Server-Betriebssystem des Herstellers. Auf dem Desktop soll SP1 erweiterten Support für OpenOffice bieten sowie eine Vorschau auf Desktop-Virtualisierung mit Xen.
Gleichzeitig kündigt Novell ein neues Produkt namens Suse Linux Enterprise Virtual Machine Driver Pack an. Unter dieser Bezeichnung bündelt Novell Xen-Treiber für paravirtualisierte Netzwerke sowie Bus- und Block-Gerätetreiber mit dem hauseigenen Support- und Update-Service. Mit diesem Treiberpaket verspricht der Hersteller, dass unveränderte Windows- und Linux-Gast-Betriebssysteme mit nahezu nativer Geschwindigkeit in virtuellen Umgebungen mit Xen laufen. Enthalten sind zunächst Treiber für Windows XP, Windows 2000 und Windows 2003, Treiber für Red Hat Enterprise Linux 4 und 5 sollen später im Sommer folgen. Der Virtual Machine Driver soll ab Juli bei den Novell-Partner lieferbar sein. Das Jahres-Abonnement für vier virtuelle Maschinen soll 299 US-Dollar kosten, die Server-Lizenz für eine unbegrenzte Zahl virtueller Systeme 699 US-Dollar. Xen-Treiber für den Suse Linux Enterprise Server sind bereits lieferbar und in der jeweiligen Server-Software enthalten.





