Derzeit ringen noch diverse Kernelmodule und Userspace-Treiber um die Kontrolle der Grafikausgabegeräte. Der Entwickler Jesse Barnes findet diese Situation unerträglich und hat eine Liste aufgestellt, um mehr Ordnung und mehr Funktionen in das Grafik-Subsystem des Kernels zu bringen.
“Zusammen mit den Framebuffer-Jungs haben wir an der Verbesserung des Kernel-Grafik-Subsystems gearbeitet, um mehr Konsistenz in die Welt der Linux- Grafik zu bringen”, schreibt Barnes in der Kernel-Mailingliste. Neben Patches für Mode-Setting haben sie eine To-Do- und Wunschliste zusammengestellt, um das wie und warum für die Aufnahme von Mode-Setting und Multi-Head-Support in den Kernel zu klären. Die Liste umfasst Punkte wie Verbesserung der ACPI-gestützten Funktion Suspend und Resume, Debugging um Probleme besser erkennen zu können und Optimierung der Nutzung der Ausgabegeräte ohne laufendes X-System. Viele der angesprochenen Funktionen würden auch noch Beschränkungen unterliegen, die es zu beheben gilt.
“Die derzeitige Code-Basis ist in vieler Hinsicht noch unvollständig”, erklärt Barnes. So brauche es eine verbesserte Kontroll-Logik, wie sie – noch unfertig – der Intel-Treiber biete. Viel Code zur Grafikansteuerung stamme von diesem Treiber und aus dem Code des X-Systems. Es sei notwendig, ihn mit einwandfreien Copyrights und Lizenzen zu versehen.



