Mulberry, Thunderbird, Evolution und Kmail auf dem IMAP Prüfstand

Ehrenhaft und unschuldig beteuern alle modernen E-Mail-Programme IMAP zu beherrschen. Von den süßen Versprechungen bleiben bei genauem Hinschauen jedoch nur noch einzelne Facetten übrig.

Es geht nicht darum, ob ein Mailprogramm einen Account auf einem IMAP-Server einbinden kann. Das beherrschen alle getesteten Programme. Die Spreu trennt sich jedoch sehr schnell vom Weizen, wenn erweiterte IMAP-Funktionen gefragt sind und die Tester gleichzeitig mit einem Packetsniffer wie Wireshark verfolgen, was die Clients denn wirklich treiben, während der Benutzer auf seine Mails zugreift (siehe Kasten “Ein Wireshark-Telegramm”).

Ein
Wireshark-Telegramm

Wer – wie die Tester für diesen Artikel – die IMAP-Pakete mitschneiden will, die sich Client und Server zuflüstern, arbeitet folgende Punkte ab:

  • Mit Yast oder Apt das Paket »wireshark«
    installieren.
  • Wireshark starten: Suse führt automatisch
    »kdesu« aus, um Root-Rechte zu verleihen, unter Ubuntu
    ist »sudo wireshark« nötig.
  • Im Menü »Capture | Interfaces« das externe
    Interface auswählen.
  • In das Feld »Filter« die Kriterien »tcp.port
    == 143« eingeben und auf »Apply« klicken, um nur
    IMAP-Pakete anzuzeigen.
  • Über das Menü »Capture« oder die Icons
    die Aufzeichnung starten, stoppen und speichern.

Die in Tabelle 1 genannten Kandidaten unterzieht dieser Artikel allgemeinen Funktionstests und prüft sie auf die folgenden Features:

Tabelle 1: Das
Testfeld

 

IMAP-Client

Softwareversion

Build-Datum

Mulberry

4.0.8

21. Februar 2007

Thunderbird

Mozilla Thunderbird 1.5.0.10-1.1

9. März 2007

Evolution (Suse)

Evolution 2.8.2-5

19. März 2007

Evolution (Ubuntu)

Evolution 2.8.1-0ubuntu4.1

22. März 2007

Kontact/Kmail

Kdepim 3-3.5.6-24.2

27. Februar 2007

  • Einen Ordner für andere Benutzer freigeben
  • Anderen Benutzern differenzierte Lese- oder Schreibrechte
    einräumen
  • Suchanfragen vom Server ausführen und beantworten
    lassen
  • Server-seitig E-Mails mit beliebigen Flags markieren

Als Client-Betriebssystem kam ein aktuelles Open Suse 10.2 zum Einsatz, auf dem Server werkelte Ubuntu Server 6.06.1 LTS mit Cyrus 2.2.12-4ubuntu1. Wireshark 0.99.5-5.1, der Nachfolger von Ethereal, überwachte die IMAP-Kommunikation. Evolution und Mulberry bekamen als Sympathiebonus eine zweite Chance auf Ubuntu. Tabelle 2 erklärt, warum dieses oder jenes vielleicht beliebtere oder ausgereiftere Programm nicht in die engere Auswahl kam.

Tabelle 2:
Ausgeschiedene Kandidaten

 

Mailclient

Grund

Aethera

Veraltet, letzte Version von 2005

Balsa

Keine Freigaben, keine Rechte, keine rekursive Suche

Chandler

Nur Alphaversion verfügbar

Mailody

Keine Suche, keine Rechte, keine Freigaben

Mutt

Keine grafische Benutzeroberfläche

Pine

Keine grafische Benutzeroberfläche

Mozilla

Keine Rechte, keine Freigaben, sehr langsam(Seamonkey)

Sylpheed

Keine Freigaben, keine Rechte, keine rekursive Suche

Tkrat

Kryptische Konfiguration, für Enduser untaugliches
GUI

Mulberry

Als im Oktober 2005 der Hersteller des kommerziellen E-Mail-Programms Mulberry Konkurs anmeldete, übernahm der Hauptentakteur Cyrus Daboo das Ruder und entwickelt den Mailclient seitdem im Alleingang weiter. Wie schon das Begrüßungsfenster zeigt, hat Cyrus das Copyright für den Mailer, es handelt sich hier nicht um ein Open-Source-Produkt. Weil Mulberry aber den Ruf hat, die beste IMAP-Unterstützung aller gängigen E-Mail-Programme zu bieten, kam es trotzdem in den Test. Mulberry ist weder in eine Distribution integriert, noch stehen Quelltexte zur Verfügung. Es bleibt nur der Download der gepackten Binärdatei [1].

Bereits hier fällt auf: Mulberry wird offensichtlich eher für englischsprachige Windows-Benutzer entwickelt als für die Linux-Welt: Die Windows-Version ist eine Version neuer, die Linux-Pakete enthalten keine Dokumentation und es gibt keine deutschsprachigen Texte. Besonders peinlich: Alle Screenshots der Unix-Dokumentation sind unter Windows aufgenommen.

Nach dem Download und Entpacken der Datei ist keinerlei Installation notwendig, das Paket enthält die Binärdatei »mulberry«, die der Benutzer direkt im aktuellen Verzeichnis ausführt. Bereits beim ersten Start unter Suse 10.2 fallen Darstellungsfehler auf: Obwohl die Defaultkonfiguration der Menüleiste Icons und Text vorsieht, fehlen unter Open Suse die meisten Texte. Wahrscheinlich liegt dieser Fehler aber im Betriebssystem, denn unter Ubuntu zeigt Mulberry korrekte Texte und Symbole.

Fehler über Fehler

Derartige Fehler sind jedoch leider symptomatisch für Mulberry. Häufig erscheinen aus dem Nichts Fehlermeldungen ohne Text oder mit kryptischen Inhalten, manchmal sogar ganz ohne Schaltflächen. Und wenn sich Mulberry ohne Fehlermeldung oder nur mit einem Speicherzugriffsfehler verabschiedet und dabei eine 70 MByte große Coredatei hinterlässt, steht der Benutzer einigermaßen ratlos da.

Für eine systemweite Installation kopiert der Administrator die Datei »mulberry« einfach in ein Verzeichnis, das im Pfad aller Benutzer enthalten ist. Dokumentation scheint es dazu nicht zu geben, ob Mulberry im Multiuser-Modus sauber funktioniert, erscheint fraglich. Ein weiterer Stolperstein: Auch Mulberry selbst steht nicht in deutscher Sprache zur Verfügung. Nicht so schlimm, unter Suse fehlen die Texte ja sowieso.

Vorbildliche Funktionen

So viel zu den schlechten Nachrichten. Die gute ist: Mulberry setzt fast alle Features des IMAP-Protokolls um. Neben detailreichen Dialogen für Benutzerfreigaben und Rechtevergabe beherrscht er dabei auch die Server-seitige IMAP-Suche perfekt. Darüber hinaus implementiert er als einziger Testkandidat die flexiblen IMAP-Flags so, wie es das IMAP-Protokoll anbietet.

Der Mulberry-Benutzer kann beliebige Flags für E-Mails benennen und setzen (siehe Abbildung 1). Diese Option versteckt sich im Advanced-Properties-Dialog der Preferences. Diese Labels sind allerdings mit Vorsicht zu genießen: Das Belauschen der IMAP-Verbindung offenbart, dass Mulberry auf dem IMAP-Server die Labels immer als »Cyrusoft.Mulberry.xx« anlegt, wobei »xx« für die fortlaufende Nummer des Labels im Konfigurationsdialog steht.

Das ändert sich erst, wenn der Benutzer in seinem Client die Schaltfläche »Set IMAP Label Name« betätigt und den dort versteckten IMAP-Labelnamen ändert (Abbildung 2). Der Sinn dieser Zwischenschicht bleibt ziemlich unklar, denn die lokalen Namen der Label existieren nur in der Mulberry-Konfiguration. Auf einem anderen System wird Mulberry entsprechend einen anderen Namen für dasselbe IMAP-Label anzeigen, was aber sicherlich nicht im Sinne des Erfinders ist.

Abbildung 1: Mulberry ist der einzige Mailclient im Test, der dem Benutzer beliebige IMAP-Flags anbietet.

Abbildung 1: Mulberry ist der einzige Mailclient im Test, der dem Benutzer beliebige IMAP-Flags anbietet.

Abbildung 2: Der Paketsniffer Wireshark bringt es an den Tag: Mulberry-Labels heißen im IMAP-Storage ganz anders, als der Benutzer eingestellt hat. Erst der erweiterte Dialog über »Set IMAP Label Name« gestattet es, die eigentlichen Label zu benennen.

Abbildung 2: Der Paketsniffer Wireshark bringt es an den Tag: Mulberry-Labels heißen im IMAP-Storage ganz anders, als der Benutzer eingestellt hat. Erst der erweiterte Dialog über »Set IMAP Label Name« gestattet es, die eigentlichen Label zu benennen.

Mulberry macht zwar einen sehr unausgereiften Eindruck, bietet aber trotzdem eine große Fülle an Optionen und sehr gute IMAP-Unterstützung. Sieve, Caldav, Groupdav, LDAP und viele andere Protokolle sind integriert. Auch der Funktionsumfang ist beträchtlich: E-Mail, Kalender und Adressbuch machen Mulberry vielleicht schon bald zu einer interessanten Alternative. Allerdings könnte die Freigabe der Quellen dabei helfen, die Kinderkrankheiten auszumerzen. Sicherlich profitieren davon auch andere E-Mail-Projekte.

Thunderbird

Das E-Mail Programm Thunderbird [2] ging aus dem Mozilla-Projekt hervor und ist heute ein schlanker, ausgereifter E-Mail-Client. Da der Donnervogel sowohl für Windows als auch für Linux zur Verfügung steht, ist er inzwischen in vielen Unternehmen und bei Migrationen sogar zu einem sehr beliebten Ersatz für Outlook geworden.

Zahlreiche Plugins verleihen ihm dabei Groupware-ähnliche Funktionen. Ohne diese Erweiterungen kommt Thunderbird als reiner E-Mail-Client, der allerdings den Satz der Standard-IMAP-Funktionen gut und stabil beherrscht. Nur bei den für eine Groupware wichtigen Funktionen bleibt er hinter den Konkurrenten zurück: Der Eigenschaftendialog eines IMAP-Ordners bietet zwar einen Tab namens »Freigabe«, aber hier erhält der Benutzer nur Feedback über seine Rechte an dem betreffenden Ordner. Er kann hier weder Rechte einstellen noch einen Ordner für andere Benutzer freigeben (Abbildung 3).

Abbildung 3: Thunderbird kann die IMAP-Rechte an einem Mailboxordner zwar lesen und darstellen, ändern kann der Benutzer sie jedoch nicht.

Abbildung 3: Thunderbird kann die IMAP-Rechte an einem Mailboxordner zwar lesen und darstellen, ändern kann der Benutzer sie jedoch nicht.

Über den Menü-Eintrag »Bearbeiten | Suchen | Nachrichten Suchen… « startet der Dialog zu einer erweiterten Suche nach E-Mails in Thunderbird. Jede Suchanfrage, die hier abgesetzt wird, übergibt Thunderbird an den IMAP-Server und präsentiert die Ergebnisse, die der Server zurückliefert. Im Offline-Modus durchsucht das Programm den lokalen Cache (Abbildung 4).

Abbildung 4: Die Suche über den »Nachrichten durchsuchen«-Dialog wird dank Thunderbirds IMAP-Fähigkeiten komplett vom Server abgewickelt.

Abbildung 4: Die Suche über den »Nachrichten durchsuchen«-Dialog wird dank Thunderbirds IMAP-Fähigkeiten komplett vom Server abgewickelt.

Junk und Flags

Beim Thema Flags verhält sich Thunderbird etwas uneinheitlich und bietet mehrere Konzepte an, hinter denen teilweise recht ähnliche Arbeitsweisen stehen: Der Mailer aus dem Hause Mozilla weist gleich nach dem Start auf seinen “lernfähigen Junk-Filter” hin. Dahinter steht ein Antispam-Rezept, bei dem der Benutzer Spam und andere unerwünschte Mail kennzeichnet. Die entsprechenden Flags speichert Thunderbird im IMAP, ebenso die im Kontextmenü einer Nachricht als »Etiketten« und »Markierungen« bezeichneten Flags.

Der Einstellungsdialog »Ansicht | Etikettieren« der Labels enttäuscht allerdings, denn außer den lokalen Namen im Kontextmenü und den Farben, entsprechend getaggten Mails in der Listenansicht, kann der Benutzer keine detaillierten Einstellungen vornehmen. Weitere Labels hinzufügen und benennen geht erst über die Schaltfläche »Konfiguration bearbeiten« im Dialog »Erweitert« (siehe Abbildung 5) oder über das Editieren der Konfigurationsdateien.

Abbildung 5: Thunderbird bietet erst in den erweiterten Einstellungen auch die Möglichkeit, direkt auf die im IMAP vergebenen Flags Einfluss zu nehmen.

Abbildung 5: Thunderbird bietet erst in den erweiterten Einstellungen auch die Möglichkeit, direkt auf die im IMAP vergebenen Flags Einfluss zu nehmen.

Evolution

Evolution [3] ist der Groupware-Client des Gnome-Projekts – umfangreich und klarer Favorit der Groupware-Hersteller. Viele kommerzielle Plugins nutzen die Kalender- und Adressbuchfunktionen von Servern wie Exchange, Groupwise oder Scalix (Abbildung 6).

Abbildung 6: Evolution bringt bereits in der Open-Suse-Standardinstallation zahlreiche Konnektoren für Groupware-Server wie Novell Groupwise oder MS Exchange mit.

Abbildung 6: Evolution bringt bereits in der Open-Suse-Standardinstallation zahlreiche Konnektoren für Groupware-Server wie Novell Groupwise oder MS Exchange mit.

Allerdings beschweren sich gerade Hersteller, aber auch normale Benutzer immer wieder über die schlechte Stabilität und Unausgereiftheit des Programms. Das erscheint nachvollziehbar, denn die beiden getesteten Versionen stürzten regelmäßig ab und überzeugten nicht durch Unterstützung der erweiterten IMAP-Funktionen. Sowohl die mit Open Suse als auch die mit Ubuntu gelieferten Versionen konnten weder Berechtigungen noch Freigaben für andere Benutzer vergeben, obwohl Einträge im Hauptmenü dafür vorgesehen sind.

Das überrascht umso mehr, als der Groupware-Client mit einem Server-Plugin diese Funktion beherrscht. Mausklicks auf die Einträge »Datei | Berechtigungen« oder »Datei | Ordner eines anderen Benutzers abonnieren« verpufften jedoch ohne Wirkung, ohne Fehlermeldung oder IMAP-Aktivität.

Die Suche nach E-Mails funktioniert unter Evolution nur lokal, der Gnome-Mailer forderte den IMAP-Server nicht zum Suchen auf. Unter Suse besonders ärgerlich: Menüs, Schaltflächen und Icons stellt Evolution teilweise in englischer Sprache, teilweise auf Deutsch dar. Das macht Ubuntu deutlich besser.

Zu wenig IMAP

Auch die wenigen Flags, die der Evolution-Benutzer setzen kann, speichert der Client nur lokal und nicht auf dem IMAP-Server. Schade, denn Markierungen wie »Wichtig« bleiben so auf der Strecke, wenn der Rechner gewechselt wird. Möglicherweise gibt es zuverlässigere und stabilere Versionen von Evolution, die getesteten Versionen eigneten sich auf jeden Fall nicht als IMAP-Client und unterstützten nur die Standardfunktionen. Schade.

Kontact/Kmail

Ein fester Bestandteil von KDE ist die PIM-Suite Kontact [4]. Dieser Groupware-Client ist Anwendung für E-Mail, News, RSS-Feed, Groupware und vieles mehr. Kontact durchlebte eine ähnliche Geschichte von Fehlern, Bugs und Inkompatibilitäten wie Evolution, profitierte in der Entwicklung aber stark vom Kolab-Groupware-Projekt. Neben grundlegender IMAP-Unterstützung kann die E-Mail-Komponente Kmail als einziger bekannter Client beliebige Groupware-Daten als E-Mails mit ICAL- oder VCAL- Attachments im IMAP speichern und für andere Kmail-Benutzer freigeben.

Kmail bietet umfangreiche Dialoge (Abbildung 7) für die Rechteverwaltung und Freigaben. Freigegebene Ordner anderer Benutzer bindet das Programm schon in der Standardeinstellung automatisch ein und zeigt sie an, vom Benutzer ist dafür keine Aktion nötig.

Abbildung 7: Unter Kmail kann der Benutzer jeden IMAP-Folder für beliebige andere Benutzer freigeben und gleichzeitig die Rechte einstellen.

Abbildung 7: Unter Kmail kann der Benutzer jeden IMAP-Folder für beliebige andere Benutzer freigeben und gleichzeitig die Rechte einstellen.

Der Standardumfang von Kmail bietet nur wenige Flags, die offensichtlich der Client speichert. Zwar löst das Flaggen IMAP-Aktivität aus, ein anderer Kmail-Client oder -Benutzer sieht das »Wichtig«-Flag allerdings nicht. Werkzeuge für das Erstellen beliebiger eigener Flags fehlen. Die Anfragen des umfangreichen »Suchen«-Dialogs führt Kmail auf dem Server aus.

Kmail bietet vor allem als integrierter Bestandteil von Kontact die ausgereiftesten Groupware-Funktionen aller Open-Source-Programme. Sieve, LDAP, Groupdav, ICAL, VCAL, VoIP … die Liste von Abkürzungen lässt sich noch verlängern. Die für Groupware wichtigen IMAP-Funktionen funktionieren sauber, und es macht richtig Spaß, ein IMAP-Adressbuch oder einen IMAP-Kalender einfach per Mausklick und vor allem ohne Groupware-Server für einen anderen Benutzer freizugeben.

Fazit: Mantel und Degen

Mulberry bietet von allen Testkandidaten mit Abstand die beste und detailreichste IMAP-Implementierung. Durch das proprietäre Entwicklungskonzept ist Cyrus\’ Mailer allerdings nicht mehr als eine akademische Proof of Concept. Denn der durchaus beispielhaften Protokollunterstützung stehen eindeutig zu viele Fehlermeldungen gegenüber.

Evolution glänzt mit hervorragenden Erweiterungen und proprietären Plugins, bestätigt in den Tests aber fast alle gängigen Vorurteile: Viele Funktionen wären da, funktionieren aber nicht. Thunderbird gibt es auf Windows und Linux, er ist stabil und ausgereift, kann aber die wichtigen IMAP-Rechte und Freigaben nur darstellen und nicht ändern. Erweiterungen für Groupware-Funktionen lauern jedoch in den Startlöchern.

Kmail dagegen scheint ein guter Kompromiss zu sein. Als Teil des Groupware-Clients Kontact entwickelt bietet er entsprechend professionelle Einstellungsmöglichkeiten für Rechte und Freigaben. Nur bei den IMAP-Flags hinkt das KDE-Programm der Konkurrenz hinterher. Es bleibt zu hoffen, dass die weitere Entwicklung das Programm aus dem instabilen Fahrwasser navigiert.

Der Test zeigt: Den idealen IMAP-Client gibt es noch nicht, denn der bräuchte die IMAP-Konformität von Mulberry, die Ausgereiftheit, Skalierbarkeit und Plattformunabhängigkeit von Thunderbird, die Herstellerunterstützung von Evolution und den Funktionsumfang von Kontact – alle für einen, einer für alle.

Infos

[1] Mulberry: [http://www.mulberrymail.com]

[2] Thunderbird: [http://www.thunderbird-mail.de/thunderbird/]

[3] Evolution: [http://www.gnome.org/projects/evolution/]

[4] Kontact: [http://kontact.kde.org]

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