Wie jetzt erst die Free Software Foundation Europe mitteilt, hielt der Verein am 15. Oktober im schottischen Edinburgh seine jährliche Generalversammlung ab. Neben einigen personellen Veränderungen für die kommenden zwei Jahre verabschiedeten die Mitglieder auch einen FSFE-Verhaltenskodex (“overall Code of Conduct”).
Im Scott Room des Salisbury Green Hotel von Edinburgh versammelten sich zwölf Mitglieder der Free Software Foundation Europe Mitte Oktober, um den Kurs der nächsten ein, zwei Jahre zu bestimmen. Weitere elf von 16 Members, die es zu dem Termin nicht bis Schottland schafften, hatten ihre Stimmrechte wirksam an ein anwesendes Mitglied übertragen.
26 Tagesordnungspunkte hatten die Versammelten abzuarbeiten, darunter die Wahlen zu diversen Vorstandsposten. Der bisherige Präsident Matthias Kirschner und sein Vize Heiki Lõhmus wurden mit komfortablen 21 Stimmen bis 2019 in ihren Ämtern bestätigt. Patrick Ohnewein löst Reinhard Müller als Finanzchef ab, dem die Organisation für die geleistete Arbeit dankt. Zwei bisherige Mitglieder, Pablo Machón und Martin Gollowitzer, gaben ihre FSFE-Mitgliedschaft auf, während die Versammlung drei Debütantinnen und drei Debütanten in ihre Reihen aufnahm.
Um laut Mitteilung “die Vielfalt zu erhöhen und sicherzustellen, dass die FSFE eine Organisation ist, in die sich Menschen gerne einbringen”, gilt künftig ein Verhaltenskodex für alle FSFE-Veranstaltungen (online wie offline). Der Verein wird zudem Mitglied bei European Digital Rights (EDRi). In Sachen Geld soll der Vorstand einen Vorschlag für das Budget 2018 vorlegen und eine Rücklage von 100.000 Euro bilden, was aufgrund einer größeren Erbschaft im Jahr 2016 möglich (und wegen des gemeinnützigen Status’ auch nötig) ist.
Aus der Versammlung heraus kamen zudem Forderungen zur Verabschiedung, die den Status der Mitglieder betreffen und auf eine Öffnung des Vereins abzielen. Details soll die Generalversammlung 2018 beschließen.





