Die Aktie der SCO-Group ist seit mehr als 30 Tagen weniger als einen US-Dollar wert. Das Unternehmen, das seit geraumer Zeit Schlagzeilen mit Prozessen um die Rechte an Unix-Code macht, hat nun einen "blauen Brief" von der Nasdaq erhalten.
Mit Schreiben vom 23. April 2007 wird festgestellt, dass der Kurs der SCO-Aktie länger als 30 Geschäftstage unter dem Mindestgebot von einem US-Dollar blieb.
Folgend der Regel 4310(c)(4) der US-Technologiebörse Nasdaq hat das Unternehmen nun 180 Tage lang Zeit, wieder Fahrt aufzunehmen. Wenn SCO vor Ablauf dieser Frist am 22. Oktober 2007 an zehn Tagen in Folge wieder mehr als einen US-Dollar pro Aktie erzielt, wird das Verfahren vorerst eingestellt. Wenn dies bis zum Stichtag nicht der Fall ist, entscheidet die Nasdaq ob das Unternehmen noch den Mindestanforderungen für die Listung an der Börse entspricht.
Bei Börsenschluß am vergangenen Freitagl stand die Aktie bei 0,92 US-Dollar, am 13. März war diese zum letzten Mal für einen US-Dollar notiert.
Die Finanzzahlen, die SCO im Januar 2007 veröffentlichte, offenbarten Verluste in Millionenhöhe. Seit März 2003 macht das ehemalige Linux-Unternehmen SCO Schlagzeilen durch die Prozesse gegen IBM und gegen Novell wegen angeblicher Rechteverletzung am geistigen Eigentums im Unix-Code. In der Folge sind die Kosten für die juristischen Auseinandersetzung ein erheblicher Brocken in der Bilanz des Unternehmens.



