Kernel-Dev-Report der Linux Foundation

Die Linux Foundation hat beim Open Sorce Summit in Prag den Linux Kernel Development Report 2017 angekündigt. Der grob im Jahresrhythmus veröffentlichte Report beleuchtet die Entwicklungsprozesse, die Beteiligten und die Arbeit am laut Stiftung „größten Gemeinschaftsprojekt in der Computer-Geschichte“.

Der Report deckt, gemessen an den Kernel-Versionen die Entwicklungszeit zwischen Kernel 4.8 bis 4.13 ab.

In einem längeren Rückblick kann die Linux Foundation vermelden, dass seit der Einführung von Git im Jahr 2005 – und dem damit möglichen Tracking von Entwicklern und Änderungen – rund 15.600 Entwickler bis heute am Kernel gearbeitet haben. Im Berichtszeitraum seit dem vorangegangenen Report im August 2016 haben sich 4300 Entwickler an der Kernelentwicklung beteiligt. Über 500 Firmen, so die Foundation, beteiligen sich mit Entwicklern m Kernel. Etwa ein Drittel der Beitragenden, 1670 Entwickler, haben erstmals am Kernel mitgearbeitet.

Zu den Top-Ten-Sponsoren zählt die Linux Foundation Intel, Red Hat, Linaro, IBM, Samsung, Suse, Google, AMD, Renesas und Mellanox.

Die Entwicklungsgeschwindigkeit des Kernels steigt ebenfalls an. Pro Stunde merged die Community im Durchschnitt 8,5 Patches. Im vorangegangenen Report lag die Patchzahl noch bei 7,8. Kernel 4.9 und 4.12 konnten die bislang höchste Patchrate in der Geschichte des Linux Kernels verzeichnen. Mit Kernel 4.13 ist der Kernel auf 60.538 Dateien und über 24 Millionen Zeilen Code angewachsen.

Die Zahl von Entwicklern, die unentgeltlich, also nicht von einer Firma dafür bezahlt, zum Kernel beitragen, hat sich gegenüber dem Report 2016 etwas auf 8,2 Prozent erhöht. Dennoch sinkt diese zahl tendenziell, zumindest gegenüber dem Jahr 2014, als noch fast zwölf Prozent der Kernel-Hacker unentgeltlich arbeiteten. Die Linux Foundation vermutet, dass Developer, die in der Lage sind, Patches zum Kernel beizutragen, keine Probleme haben einen entsprechenden Job zu finden.

Der Linux Kernel Development Report 2017 steht bei der Linux Foundation zum Download als PDF bereit.

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