Der französische Linux-Distributor Mandriva hat nach eigener Meldung drei Millionen Euro Kapital erhalten.
Den Großteil, zwei Millionen Euro, steuerte Occam Capital bei, ein europäischer Investmentkapitalgeber, der sich auf den IT- und Telekommunikationsmarkt spezialisiert hat.
Das Investmentunternehmen wird damit größter Anteilseigner von Mandriva und erhält zwei Sitze im Aufsichtsrat. Weiteres Geld kommt von den bisherigen Investoren Millenium Partners, Windhurst Participation und aus den Privatschatullen der zwei Mandriva-Manager, Francois Bancilhon und Jacques Le Marois.
Mandriva will mit Hilfe der Finanzspritze ein Gläubigerschutzverfahren abschließen, indem diesbezüglich alle Schulden beglichen werden. Das Geld soll zudem für den Kauf des Softwareunternehmens Linbox reichen. Mit dem Anbieter von Backup-Lösungen auf Open-Source-Basis ist Mandriva seit September 2006 handelseinig, jedoch fehlte bislang das Geld, den Kauf abzuschließen. Nun soll die Übernahme gegen 280.000 Euro in bar und 200.000 Euro in Aktienoptionen abgeschlossen werden. Die Mandriva-Aktionäre müssen den Plänen noch auf der nächsten Aktionärsversammlung am 25. Mai zustimmen.





