Compute Module auf Raspi-3-Basis veröffentlicht

Die Macher des beliebten Mini-Computers Raspberry Pi haben mit dem 3A+ ein neues Modell angekündigt.

Mit dem Compute Module 3 veröffentlicht die Raspberry-Pi-Foundation einen Nachfolger zum Compute Module 1. Das Modul bringt doppelt so viel RAM mit, die Quadcore-CPU arbeitet rund 10 Mal schneller als die des Vorgängers, und das Modul baut auf Raspberry-Pi-3-Hardware auf.

Seit dem Erscheinen des Compute Module 1 (CM1) im Jahr 2014 sind fast drei Jahre ins Land gezogen, mittlerweile gibt es den Raspberry Pi bereits in Version 3. Das neue Compute Module 3 (CM3) ist quasi ein Update des CM1 und eine zugleich eine verkleinerte Form des Raspberry Pi 3, die auf den Einsatz in industriellen Geräten abzielt. So kommt das CM3 bereits in Displays von Nec zum Einsatz. Dabei hilft, dass es laut Ankündigung “weitgehend kompatibel” zum Vorgänger ist, wobei es aufgrund der höheren Prozessorspannung zu einer stärkeren Hitzeentwicklung kommt.

Das neue Module hat einen BCM2837-Quadcore-Prozessor an Bord mit einer Taktfrequenz von bis zu 1,2 GHz. Der Arbeitsspeicher umfasst 1 GByte, die embedded Multimedia Card bringt nochmal 4 GByte Speicherplatz mit. Das ist aber nicht alles, denn das Module hat noch einen schlanken Zwilling, das Compute Module 3 Lite (CM3L). Dessen Prozessor und Arbeitsspeicher sind identisch, allerdings bringt das CM3L ein SD-Karten-Interface mit, so setzen die Nutzer eine eMMC oder SD-Karte ihrer Wahl ein.

Das Compute Module 3 eignet sich für den industriellen Einsatz.

Das Compute Module 3 eignet sich für den industriellen Einsatz.

Auch das zugehörige Breakout Board hat ein Update erhalten und kommt nun als Compute Module IO Board V3 (CMIO3) auf den Markt. Das erlaubt es, das Flashmodul des CM3 zu programmieren oder eine SD-Karte mit dem CM3L zu verwenden. Über Pin Headers und Flexi Connectors lassen sich die Interfaces des Prozessor erreichen, ein Betriebssystem lässt sich per HDMI und USB booten. Das Board erlaubt es zudem auch, wahlweise das betagt CM1 einzusetzen. Das will der Hersteller auch weiterhin produzieren, da das CM3 in einigen Einsatzszenarien Overkill sei.

Der Kostenpunkt für das CM3 liegt bei 30 US-Dollar, für das CM3L bei 25 US-Dollar, hinzu kommen Steuern und Versandkosten.

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