Coreboot 4.5

Das quelloffene BIOS Coreboot ist in Version 4.5 erschienen. Die aktuelle Ausgabe unterstützt TPM 2.0, ergänzt neue Mainboards und verbessert die Hilfswerkzeuge.

Laut Ankündigung flossen in Coreboot 4.5 knapp 1900 Änderungen ein, 103 davon landeten in den Utilities. Hier haben die Entwickler Lint, “cbfstool” und Sconfig aktualisiert und erweitert. Noch mehr Commits, insgesamt 197, kamen beim Aufräumen des Codes zusammen.

Neu ist auch die Unterstützung für Version 2.0 des Trusted Platform Module. Die Arbeit geht mit der an einem umgearbeiteten I2C-TPM-Treiber einher, über den ein Entwickler mit dem Modul kommuniziert sowie am Serial Peripheral Bus (SPI), einem seriellen Kommunikations-Interface.

Die neue Version unterstützt 13 neue Mainboards, darunter Apple I-Mac 5.2, AMD Evaluation Board DB-FT3B-LC, Lenovo N21 Chromebook und Googles “Gale” mit Qualcomm SoC. Für fünf weitere Mainboards, vier davon setzte Google ein, zog das Projekt den Support zurück. Als Begründung gibt es an, dass diese Boards der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung standen. Nicht zuletzt gibt es für eine Reihe weiterer Mainboards Updates. Eine komplette Liste der Geräte findet sich in der Ankündigung.

Auch an den SoCs selbst arbeitet das Projekt. Es unterstützt unter anderem zwei neue SoCs (“marvell/mvmap2315”, “qualcomm/ipq40xx”) und entfernt einen alten (“nvidia/tegra132”). Daneben listet das Announcement für ARM, Risc-V, x86 diverse Änderungen und Updates auf. Nicht zuletzt hat das Projekt zahlreiche Werkzeuge seiner Toolchain aktualisiert, darunter GCC, LLVM, Gdb und Python und unterstützt für einige Treiber ACPI.

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