Mit Version 0.6 sei die größte jemals von der Community veröffentlichte Version von Diaspora erschienen, dem dezentralen quelloffenen sozialen Netzwerk.
Anders als bei Facebook oder Google Plus kann jeder Diaspora-User seine Daten in Form von Pods selbst hosten und damit die volle Kontrolle darüber behalten. Oder er tritt einem Pod in der Umgebung bei.
Version 0.6 von Diaspora bringt laut Announcement nicht nur ein modernes, flaches Userinterface mit, das Bootstrap 3 verwendet, die Farben lassen sich mit Hilfe von Themes auch selbst einstellen. Das komplette Profil lässt sich neuerdings zudem für die Öffentlichkeit zugänglich machen. User können ihre Profile so auch als Blogs einsetzen, Organisationen sie als digitale Schaufenster verwenden.
Aufenthaltsorte der Nutzer lassen sich auf Wunsch auf Openstreetmap visualisieren. Um mit anderen Nutzern zu chatten, wartet ein XMPP basierter Chatbereich. Das Projekt ist von Vines auf Prosody gewechselt. Dieser Chat sei noch nicht komplett fertig, biete Usern aber bereits die Möglichkeit, nicht nur mit innerhalb von Diaspora mit anderen zu chatten, sondern auch mit externen XMPP-fähigen Clients, die etwa auf Smartphones laufen.
Für die mobile Version von Diaspora gibt es eine Interface-Erneuerung. Das zeigt jetzt bei Bedarf Umfragen und den Aufenthaltsort des Posters an. Zudem dürfen sich User mit externen Diensten wie Facebook, Twitter, WordPress und Tumblr verbinden, um ihre Privatsphären-Einstellungen zu ändern. Sollte die Mobilversion auf einem Smartphone nicht funktionieren, können Benutzer nun auch die Desktop-Variante verwenden, da diese nun ein Responsive Design unterstützt.
Daneben fungiert jetzt jeder Diaspora-Server zugleich als Open-ID-Provider. Das ist ein Schritt auf dem Weg zu einem externen API für Diaspora. Er erlaubt es Nutzern des sozialen Netzwerks, Schaltflächen auf ihrer Webseite zu positionieren, die ein Anmelden über den Diaspora-Account erlauben.
Nicht zuletzt steckt das Federation-Protokoll, über das die Diaspora-Instanzen miteinander reden, nun in einem separaten Projekt. Das bedeutet, es lässt sich auch in externe Software einbauen. Und es funktioniere deutlich besser und sei keine Schwachstelle von Diaspora mehr, im Gegenteil. Eine Testsuite soll zudem dafür sorgen, dass sich die Software weiterhin verbessert und weniger Regressionen auftreten. Wer einen Blick auf die neue Release werfen möchte, tut sich am besten auf Github um.




