Den simplen Qt-5-basierten Lumina-Desktop gibt es nun in einer stabilen Version 1.0. Er verzichtet auf den Einsatz der üblichen Desktop-Frameworks.
Lumina verwendet weder Consolekit, Policykit, D-Bus noch Systemd und kommuniziert über einen eingebauten Interface-Layer direkt mit dem Betriebssystem. Das schone nicht nur Ressourcen, sondern mache es einfach, den Desktop auf andere Systeme zu portieren, schreiben die Macher.
Ohne Framework lassen sich allerdings keine Anwendungen gezielt für den Desktop entwickeln. Lumina integriere vielmehr die üblichen Systemanwendungen, wenn diese dem XDG-Standard folgen. Wer die Abhängigkeiten seiner Anwendungen zudem reduzieren wolle, solle das Qt-5-Toolkit verwenden und auf den Einsatz der KDE-basierten Variante verzichten.
Der Lumina-Desktop selbst lässt sich einfach anpassen, ein Handbuch auf der Webseite erklärt die Basics. User setzen wahlweise Panels oder Docks ein, auch Widgets gibt es, etwa einen Kalender oder ein Notizbuch. Über verschiedene Lumina-Plugins passen sie den Desktop an die eigenen Bedürfnisse an, konfigurieren etwa das Kontextmenü.
Den Quellcode für Lumina 1.0.0 gibt es auf Github, dort lassen sich auch Fehler melden oder Verbesserungen vorschlagen. Die Webseite bietet zudem Pakete für verschiedene Distributionen an, die allerdings nicht unbedingt auf dem neuesten Stand sind.




