Version 3.00 des freien Passwortcrackers Hashcat vereint die beiden bislang getrennten Versionen Hashcat (CPU-Version) und OCL-Hashcat (GPU-Version) und verspricht sich davon verschiedene Vorteile.
Hashcat ist nicht nur ein Tool für Cracker. Wer einmal ohne die Möglichkeit einer Wiederherstellung sein Passwort verschlampt hat, dürfte für das Tool dankbar sein. Vom Zusammenlegen der CPU- und GPU-Versionen in der neuen Version 3.00 versprechen sich die Macher der Software gleich mehrere Vorteile.
So befinden sich die unterstützten Hashes nun im Einklang, bislang unterstützte etwa nur OCL-Hash Truecrypt-Container und “–stdin”. Nutzer müssen nicht mehr wissen, welche Grenzen die beiden Programme jeweils haben, etwa die maximal unterstützte Länge von Passwörtern und Salts. Auch Dokumentaren macht es eine einzelne Version leichter, Entwickler müssen keine Hash-Modes mehr zurück portieren. Hashcat lasse sich einfacher in Distributionen integrieren und es herrsche generell weniger Verwirrung bei den Usern, was Hascat denn nun sei.
Möglich wurde dieser Schritt, weil Hashcat Open Source ist und nun den JIT-Compiler verwenden kann. Zugleich bietet das Projekt die Open-CL-Kernel nun im Quellcode an und nicht mehr als Binaries. Zuvor hat die Software lediglich AMD und Nvidia unterstützt, nun integriert sie sämtliche von Open-CL supporteten Gerätetypen, dazu gehören GPUs, CPUs, APUs, DSPs, FPGAs und Koprozessoren. Die verschiedenen Open-CL-Gerätetypen lassen sich zudem parallel einsetzen. Das SIMD-Handling haben die Entwickler von Grund auf erneuert, um aus Open-CL heraus CPU-spezifische Erweiterungen wie Xop und Avx2 zu verwenden. Als positiven Seiteneffekt braucht der Kernel nun weniger Register.
Neben der Fusion gibt es auch weitere Neuerungen in Hashcat. Das unterstützt nun als Hash-Modes: Aruba OS, Android FDE (Samsung DEK), Rar5, Kerberos 5 TGS-REP Etype 23, Axcrypt, Axcrypt in Memory SHA1, Keepass 1 (AES/Twofish) und Keepass 2 (AES), Peoplesoft PS_Token, Winzip, Veracrypt und Windows 8+ Phone Pin/Passwort. Zu den nutzbaren Open-CL-Runtimes gehören die von AMD, Apple, Nvidia (Cuda-Ersatz), Mesa (Gallium), Pocl und Intel (CPU, GPU und Accelerator). Weitere Details finden sich in der Ankündigung.




