Release-Angst: Flask 0.11 mit kleinen Updates

Fast drei Jahre ist die letzte Release her, dennoch erscheint Flask nun in Version 0.11 anstatt in Version 1.0. Auch einige der stärker diskutierten Änderungen fehlen noch, dafür gibt es gute News für Json-Fans.

Aufgrund des langen Entwicklungszeitraums habe eine gewisse Release-Angst eingesetzt, gibt Entwickler Armin Ronacher in einem begleitenden Blogpost zu. Man habe sich daher entschieden, vom ursprünglichen Plan abzuweichen und nicht die Version 1.0 zu veröffentlichen, sondern zunächst eine 0.11. Einige der heftiger diskutierten Änderungen seien darin noch nicht zu finden.

Zu den Highlights der neuen Release gehört, neben einem Kommandozeilen-Support, dass der Browser im Entwicklungsserver nach dem Reload keine “Connection Reset”-Meldung mehr anzeigt, sondern einfach hängt. Toplevel Arrays lassen sich in “flask.jsonify” serialisieren, was aber beim Einsatz mit älteren Browsern ein Sicherheitsrisiko mit sich bringe.

Generell haben die Entwickler den Json-Support verbessert. So gibt es Unterstützung für angepasste Json-Mimetypes und ersetzt “request.get_json()” das nun veraltete “request_json”. Die Methode “jsonify()” haben die Flask-Programmierer um die Trenner “pretty” und “compressed” erweitert, was die Json-Antwortzeit verkürzt, weil es unnütze Whitespaces nach den Separatoren entfernt. Ein Newline-Character beendet nun Json-Antworten.

Auch erwähnenswert ist, dass die Kommandos “flask” und “flask-cli” das alte “flask.run()” ersetzen. Das funktioniere zwar weiterhin, aber die neuen Befehle würden schneller und zuverlässiger arbeiten. Nicht zuletzt gibt es eine organisatorische Änderung: Flask untersteht nun, wie auch die dazugehörigen Werkzeuge (Click, Werkzeug, Jinja und weitere), dem Pallets Project, einer Github-Organisation. Sie soll dem Microframework ein organisatorisches Dach bescheren.

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