Nach einem Prozesserfolg verlangt Oracle jetzt eine gerichtliche Verfügung, die es Rimini Street ein für allemal untersagt, seine aus Sicht von Oracle gesetzeswidrigen Geschäftspraktiken fortzuführen.
Rimini Street bietet Supportdienstleistungen für Unternehmenssoftware unter anderem von Oracle zu wesentlich günstigeren Konditionen, als sie der Hersteller selber seinen Kunden einräumt. Rimini wirbt mit Einsparungen von 50 Prozent und dem Wegfall des Updatezwangs.
Das ist Oracle schon seit langem ein Dorn im Auge und war Gegenstand etlicher gerichtlicher Auseinandersetzungen. Zuletzt wurden Oracle nach dreiwöchigem Prozess 50 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen, weil Rimini in umfassender Weise Oracle Software und andere Supportmaterialien der Oracle Datenbank und von Produkten von Siebel, Peoplesoft und J.D. Edwards heruntergeladen habe.
Damit aber gibt sich Oracle noch nicht zufrieden. Stattdessen wandte sich die Firma an den Richter und verlangte den Erlass einer dauerhaften Verfügung, die bewirken soll, dass Rimini die beanstandeten Geschäftspraktiken nicht wieder aufnimmt. Die Beteuerung Riminis, man habe die verurteilten Praktiken eingestellt, reiche nicht aus. Schließlich habe die Firma auch bisher ihre Kunden, das Gericht und Oracle belogen.





