Mailpile wählt eine freie Lizenz

Nach längerer Diskussion und einer Abstimmung in der Community hat sich das Mailpile-Projekt für die AGPL und gegen die Apache-2.0-Lizenz entschieden. Richard Stallman dürfte das freuen.

Das Mailpile-Projekt arbeitet an einem freien E-Mail-Client, der eine einfache Verschlüsselung anbietet und hat jetzt seine Unterstützer zur Wahl zwischen der Apache-2.0-Lizenz und der AGPL aufgerufen. Stallman selbst hatte sich persönlich in den Entscheidungsfindungsprozess eingeklinkt und eine Mail an das Projekt geschickt. Darin machte sich für die AGPL stark. Unethisch sei keine der beiden Lizenzen, aber dank der AGPL würden Änderungen am Code per Lizenz an die Community zurückfließen.

Ein internes Projektvotum habe eine knappe Mehrheit für die AGPL ergeben, schreibt Bjarni Rúnar Einarsson in einem Blogeintrag. Rund 51 Prozent der Wähler hätten sich für die AGPL ausgesprochen, 49 Prozent für die Apache-2.0-Lizenz. Insgesamt hatten allerdings auch nur rund 16 Prozent der Community an der Abstimmung teilgenommen.

Wie Einarsson schreibt, passe die AGPL einfach besser zum Projekt. Das liege aber weniger an der knappen Mehrheit dafür, sondern mehr an der Ausrichtung des Projekts. Dieses wolle keinen Popularitätswettbewerb gewinnen und sei kein Startup und auch kein Stück Industrie-Infrastruktur. Vielmehr ginge es in dem Projekt um Freiheit, weshalb die Lizenz am besten passen würde.

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Julian
8 Jahre her

Das wars dann wohl.

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