Keine Zeit für Systemd?

Ein Google-Mitarbeiter hat einen Bug für Systemd geöffnet, weil die “timesyncd”-Komponente des Initsystems die Zeit über Googles Timeserver abgleicht.

“Systemd should not default to using time{1,2,3,4}.google.com” heißt es in dem Bugreport. Googles Zeitserver seien, anders als zum Beispiel die DNS-Server, kein öffentlich nutzbares Angebot. Der Dienst verfolge ein eigenes Zeitkonzept und arbeite nur im Google-Universum zuverlässig. Daher gebe es Abweichungen von den NTP-Servern die NIST anbietet. Das könne dazu führen, dass die NFS-Zeitstempel für Dateien abweichen und dass sich Logs zwischen Hosts nicht vergleichen lassen.

Die Alternative, Systemd als Dienstanbieter (Vendor) auf “ntp.org” eine eigene Zone einzurichten, lehnt Lennart Poettering mit der Begründung ab, Systemd sei kein Anbieter. Vielmehr müssten sich die Distributionen oder Nutzer, die es einsetzen, um einen passenden Server für den Zeitabgleich kümmern, er könne aber eine Warnung einfügen. Aus seiner Perspektive seien die Google-Server gut genug für Tests.

Ubuntu-Entwickler Martin Pitt schlägt als Kompromiss vor, keinen Standardserver zu verwenden und die “timesynced”-Tests entweder mit einer Warnung zu versehen oder sie einfach scheitern zu lassen, wenn der Nutzer keinen NTP-Server konfiguriert. In der Continuous-Integration-Umgebung könnte Systemd hingegen die Timeserver von Ubuntu, Debian oder Arch verwenden.

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Dr. Azrael Tod
8 Jahre her

alberner poettering ist albernaber ist ja auch nicht neu

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