In der neuen Version 1.8.0 des Wayland-Protokolls und seines Referenz-Compositors Weston erleichtern die Entwickler um Kristian Høgsberg die Arbeit an eigenen Sprach-Bindings für Wayland und spendieren Weston zu Testzwecken ein “headless rendering”.
Als größte Veränderung an Wayland 1.8.0 haben die Entwickler die Client- und Server-Header-Dateien aufgeteilt, in einen Kernteil und einen für das erzeugte Protokoll. Die Core-Header lassen sich als “wayland-client-core.h” und “wayland-server-core.h” einbinden. Auch für den Scanner gibt es damit nun die Möglichkeit, nur die Core-Header einzubinden (“–include-core-only”). Das soll Entwicklern die Arbeit an Sprach-Bindings und eigenem Protokollcode erleichtern.
Neu in Weston 1.8 ist von Collabora entwickelter Code, der die EGL-Modernisierungen ebenso berücksichtigt, wie das Testing-Framework. Dazu gehören EGL-Verbesserungen am “gl-renderer”, Tests für die Ivi-Shell und das Ivi-Layout, Genivis Erweiterungen des Wayland-Protokolls. Für den Editor gibt es nun einen Cut-, Copy- und Paste-Support. Daneben kann der Entwickler Weston nun über “weston –config=my_weston.ini” mit einer alternativen Konfigurationsdatei starten, welche auch alle anderen mit Weston gestarteten Programme berücksichtigen.
Dank dem neuen “Headless Rendering”-Feature lässt sich Weston für Tests auch synthetisch, ohne echten Monitor, betreiben. Stattdessen zeichnet die Software über einen Bitmap-Puffer im Arbeitsspeicher auf einen künstlichen Monitor. Der Pixman-Renderer erzeugt dabei Bildschirmfotos und reicht diese über ein testspezifisches Screenshot-Protokoll an den Client weiter. Der Test vergleicht diese Bilder dann mit Referenz-Images, um Abweichungen beim Rendern festzustellen. Dies soll Tests erlauben, die vorher praktisch nicht möglich waren.
Wer die Software herunterladen und übersetzen möchte, findet die entsprechenden Dateien in den Release-Nachrichten für Wayland und Weston.






