Das Purism Libre 15 soll ein Laptop mit freier Hardware und Software werden und hat dafür erfolgreich Geld im Funding eingesammelt. Hunterprozentig frei ist die Hardware aber noch nicht.
250 000 US-Dollar waren das Ziel, neun Tage vor dem Ende der Crowdfunding-Kampagne haben die Projektstarter 263 000 US-Dollar eingesammelt. Die Idee: Ein Laptop mit komplett freier Hardware und Software zu veröffentlichen. Dieses Ziel haben die Macher noch nicht ganz erreicht, denn das Bios des Laptop verwende laut Blog, wie auch einige Hardwarekomponenten (etwa die Festplatte), noch geschlossene Binärdateien. Immerhin lasse sich das Bios mit unsigniertem Code betreiben, was es möglich mache, das Bios durch eine freie Version zu ersetzen. Das lobte auch Richard Stallman, Chef der Free Software Foundation.
Zu den geschlossenen Komponenten gehören das Firmware Support Package (FSP), Microcode Updates, der Embedded Controller (EC), der System Management Controller (SMC) sowie die Management Engine (ME). Während sich EC und SMC um die Ein- und Ausschaltprozesse kümmern, erlauben Intel und AMD keine Microcode-Updates von Drittanbietern. Da sich der Microcode nicht ändern lasse, könnte ein detailliert spezifizierter und fixierter Microcode den FSF-Anforderungen für freie Hardware genügen, mutmaßen die Macher. Ob Purism den Libre 15 tatsächlich mit den verbleibenden Binary Blobs im Bios ausliefern muss, ist aber noch nicht in Stein gemeißelt. Intel habe auf einer Konferenz angedeutet, zumindest einige der benötigten Informationen zu teilen.
Als Betriebssystem soll das freie, Ubuntu-basierte Trisquel herhalten. Hardwareseitig bringt das Laptop ansonsten ein 15-Zoll-Monitor mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080) mit. Als Prozessor kommt eine i7 mit vier Cores und 3,4 GHz Taktfrequenz zum Einsatz, die Grafik liefert eine Intel Iris Pro 5200. Der Purism Libre 15 verfügt über vier GByte RAM und eine 500 GByte Festplatte. Wifi nach dem N-Standard ist ebenso an Bord wie eine 720p-Kamera. Ap April 2015 soll die Hardware verfügbar sein.
[Update, 23.1.]: Wer beim Crowdfunding mitmachen möchte, erhält das Laptop noch für einen Preis ab 1500 US-Dollar, regulär soll es für 1900 US-Dollar in den Verkauf gehen. Auch interessant: Die Entwickler um Todd Weaver stehen in Kontakt mit dem Qubes-OS-Projekt, um zu erreichen, dass das sehr sichere Betriebssystem Qubes OS ebenfalls auf dem fertigen Laptop läuft.






ich find’ deren übersichts-tabelle klassewenn man mal alles weg lässt was Betriebssystem ist, bleibt in der Tabelle eigentlich nur noch die erste Spalte “BIOS Freed” übrig. Nach deren Tabelle wäre ein Google-Chromebook mit sinnvollem Betriebssystem (Linux/BSD/Whatever ohne closed-source-treiber) also genau so frei wie das was sie konstruieren wollen.Natürlich ist das inhaltlich Blödsinn wenn man dann Binärblobs für jeden Treiber braucht (was bei den Chromebooks z.B. nötig sein wird) und wenn sie BIOS-Zeugs und binär-Sachen in den einzelnen Hardwarebauteilen mit freier Software ausgestattet bekommen, wäre das wirklich eine schöne Leistung.Aber da glaub ich erst dran wenn ich es sehe.Bis dahin ist… Mehr »