Core OS wechselt von Btrfs zu Ext 4

Das Core-OS-Projekt wechselt für sein Root-Dateisystem von Btrfs auf Ext 4. Grund seien Bugs in Btrfs, aber auch die Tatsache, dass Overlay-FS nun im Kernel steckt.

Zu den Problemen von Btrfs gehören laut Entwickler Brandon Philips, der Mitte Dezember den Vorschlag zum Wechsel des Dateisystems machte, “Out-of-disc-space”-Fehlermeldungen, Probleme mit Metadaten-Balancing und generell mit der Geschwindigkeit. Existierende Btrfs-Installationen würden von dem Schritt unberührt bleiben.

Die Mehrheit der Core-OS-Nutzer auf der Liste scheint die Entscheidung zu unterstützen. Zu ihnen gehört etwa Gabriel Monroy vom Deis-Projekt, das Core OS intensiv verwendet. Andere weisen aber auch darauf hin, dass damit auch einige hübsche Features von Btrfs verloren gehen, etwa die Möglichkeit, Deltas auf Snapshots abzulegen und abzuholen. Das bereite auch den von Lennart Poettering angedachten atomaren Updates ein Ende.

Im Thread meldet sich auch Chris Mason zu Wort, einer der Btrfs-Hauptentwickler. Er schreibt, dass Kernel 3.19 eine Menge der genannten Probleme repariere, sei aber auch der Meinung, Core OS müsse das System wählen, das am besten zum Projekt passe. Brandon Philips spricht von einer pragmatischen Entscheidung, man werde Btrfs weiterhin im Auge behalten und die Entwicklung beobachten. Offenbar wünschen sich die Core-OS-Entwickler aber ein Feature zur Kryptovalidierung, das Btrfs bislang nicht bietet. Seit dem 14. Januar steckt die Änderung auch in Core OS.

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