Rust: Erste Alpha der Programmiersprache

Eine erste Alpha von Version 1.0 von Mozillas Programmiersprache Rust ist erschienen. Es sei ein “großer Meilenstein” für Rust, schreiben die Entwickler und stellen die neuen Features vor.

Eigentlich sollte Ende 2014 bereits die Betaversion von Rust erscheinen (das Linux-Magazin berichtete), diese Prognose war aber offenbar zu optimistisch. Am 9. Januar erschien nun eine erste Alphaversion, die bereits Feature-komplett sei. Alle nötigen Funktionen seien laut Ankündigung verfügbar, ein paar Usability-Änderungen dürften aber noch folgen. Auch die Kernbibliotheken seien stabilisiert, hier seien bis zur fertigen Version keine großen Veränderungen zu erwarten. In sechs Wochen soll dann die Beta-Version erscheinen, bis dahin will man auch die letzten APIs stabilisieren.

Zu den Sprachfeatures der Alpha gehören Dynamically-sized Types (DST) deren Größe erst zur Runtime bekannt ist. Multidispatch Traits erlauben es, Trait-Implementierungen über verschiedene Typen auszuwählen. Trait-Grenzen lassen sich über “Where Clauses” festlegen, Closures sind nur noch ein möglicher Weg, um Traits zu verwenden. Zu den Bibliotheken-Neuerungen gehören dauerhafte Konventionen, die Entwickler in verschiedenen RFCs spezifiziert und in den Rust Guidelines ergänzt haben. Die grundlegenden Types (Char, String, Vec, Box und so weiter) seien stabil, die Collection APIs will man festigen, die für Iteratoren seien bereits zuverlässig.

Bis zur fertigen Version wollen die Rust-Macher an der Dokumentation arbeiten, um sämtliche Features zu integrieren. Verbessert werden sollen die Associated Types und Unboxed Closures, das I/O-API, das Path-Modul, zudem will man redundante Traits reduzieren. Auch die Sync- und Send-Marker will man optimieren. Details zu den Plänen und dem aktuellen Stand verrät die Ankündigung, zum Download geht es hier entlang.

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