Microsoft hat .NET Core, den Kern seiner Software-Entwicklungsplattform, unter die freie MIT-Lizenz stellen. Die Firma will so auf einen Cross-Plattform-Stack hinarbeiten.
Das .Net-Core-Repository auf Github bildet die Basis für das künftige .Net-Framework 5 und wird bereits von ASP-Net-Core und Net Native verwendet. Zugleich hat Microsoft .Net Core an die .Net Foundation übergeben. An letzterer ist unter anderem Xamarin beteiligt, das die Mono-Entwickler rund um Miguel de Icaza und Nat Friedman gegründet haben.
Laut der Ankündigung von Immo Landwerth, dem Programm Manager für .Net, gibt es zwei Hauptgründe für den Schritt: Man wolle die Grundlage für ein plattformübergreifendes .Net schaffen. Und man wolle auf diesem Weg ein stärkeres Ökosystem rund um .Net aufbauen.

Microsofts .Net Core wird Open Source, um die plattformübergreifende Verfügbarkeit zu verbessern. (Quelle: MSDN-Blog)
Mono spielt in den Plänen von Microsoft neuerdings eine wesentliche Rolle. Zwar könne man schon länger .Net-Apps für Linux, OS X, Android und iOS entwickeln, doch ohne Open-Source-Implementierung sei Mono gezwungen gewesen, eine eigene Codebasis aufzubauen. Zwar war der Sourcecode von .Net bereits seit einer Weile verfügbar, die Lizenz sei aber keine wirkliche Open-Source-Lizenz gewesen und nicht von der Open Source Initiative anerkannt.
Der Schritt ist Teil von Microsofts Open-Source-Strategie, die seit Amtsantritt des neuen Firmenchefs Satya Nadella an Fahrt aufnimmt. Laut Immo Landwerth wechsele man von Codeplex, Microsofts Softwareverwaltung, auf Github, weil man dorthin gehen möchte, wo die Community ist. Man akzeptiere auch Codebeiträge, wenn diese sich an der Roadmap orientieren und den internen Qualitätsansprüchen genügen. Potenzielle .Net-Entwickler müssen ein CLA unterzeichnen.






