Ceph 0.87 verbessert Datendurchsatz und Performance

Das verteilte Dateisystem Ceph kommt unter anderem in Open Stack zum Einsatz. Version 0.87, Codename Giant, verbessert die Rados-Performance und den Umgang mit Object Store Devices (OSD).

Änderungen an der Librados, die den Code von Object Store Devices (OSDs) und Clients betreffen, erhöhen laut Ankündigung der Entwickler nicht nur den Datendurchsatz auf Flash-Backends, sondern beschleunigen auch Parallelisierung und Skalierung auf schnellen Maschinen.

OSDs unterstütze nun lokale Recovery-Codes, um den Datendurchsatz beim Wiederherstellen ausgefallener OSDs zu reduzieren. Auch das “ceph_objectstore_tool” haben die Dateisystem-Macher erweitert, so dass es nun Änderungen am Data Store einzelner OSDs erlaubt.

Ceph selbst unterscheidet in seinem Health Report neuerdings, ob ein Datenmangel herrscht und Kopien fehlen oder ob Daten am falschen Ort im Cluster gelandet sind. Weil der letzte Fall die Datensicherheit nicht gefährde, sei die Unterscheidung wichtig, schreiben die Entwickler in der Ankündigung. Außerdem laufe Ceph 0.87 besser auf einfachen Multilayer Director Switches (MDS).

In Ceph-FS haben die Entwickler diverse Fehler entfernt und neben Diagnose-Tools Routinen zur Journal-Rettung ergänzt. Zwar empfehlen sie Ceph-FS noch nicht für den Produktionseinsatz, aber mit kleineren Arbeitsaufgaben können Admins es belasten, um Lücken bei den Features, der Usability, der Performance und der Stabilität auszuloten.

Monitore arbeiten nun asynchron und dadurch schneller. Nicht zuletzt gibt es Optimierungen am Caching: Objekt landen nicht mehr nach einem einzelnen Leseversuch im Cache, sondern werden erst nach einer bestimmten Zahl an Anfragen dorthin befördert. Herunterladen lässt sich Ceph 0.87 hier.

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