Minix 3.3.0 verfügbar

Microkernel-Fan Andrew S. Tanenbaum hat Minix 3.3.0 angekündigt und weist auf einige neue Features hin.

Es sei die erste Release mit ARM-Support, wobei Minix 3.3.0 drei Beagle-Boards unterstütze, schreibt Tanenbaum in der Ankündigung. Über ein Script und mit Hilfe des Minix-Source-Tree lässt sich ein SD-Karten-Image der Distribution bauen. Zudem bringe Minix 3.3.0 einen experimentellen USB-Support für Beaglebones mit und erlaube Cross-Compiling für ARM und x86.

Neu an Bord ist mit VND (Vnode Disk Interface) ein (Loopback)-Treiber für Vnode-Disk-Dateien. Zudem gibt es einen LLVM-Bitcode-Build des Systems sowie einen vereinheitlichten Block Cache, den sich Dateisysteme und virtuelle Maschinen teilen.

Weiterhin erklärt die Ankündigung der neuen Version, dass die Entwickler an der Quellcode-Kompatibilität zu Net BSD gearbeitet haben und der Minix-spezifische Code nun im Top-Level-Verzeichnis “minix/” liege. Der Eingabeserver und der Tastaturtreiber seien von TTY getrennt, es gebe Paketupdates und Pakete werden dynamisch gelinkt und seien daher kleiner.

Minix 3 basiert auf einem kleinen Microkernel, der aus rund 13 000 Zeilen Code besteht. Es wählt damit einen anderen Ansatz als Linux und steht unter einer BSD-artigen Lizenz. Dank der Kompatibilität zu Net BSD kann es deren Paketbasis nutzen. Die komplette Liste an Änderungen und Neuerungen steht in den Release Notes. ISO-Images von Minix 3.3.0 finden Interessierte hier.

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