Der Linux-Distributor Red Hat hat seine Unternehmensplattform Red Hat Enterprise Linux (RHEL) aktualisiert und die Version 5.1 veröffentlicht.
Der Hersteller verspricht mit Red Hat Enterprise Linux 5.1 neben einigen Fehlerbehebungen vor allem bessere Leistungen bei der integrierten Virtualisierung sowie höhere Skalierbarkeit. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens liegt hierbei auf der Paravitualisierung unter Xen mit Hardware-Unterstützung durch moderne Prozessoren. Hiervon versprechen sich die Entwickler bis zu 25 Prozent Leistungssteigerung im Vergleich zu anderen Virtualisierungstechnologien. Weiter verbessert wurde daneben die Live-Migration. Damit lassen sich Applikationen während des laufenden Betriebes von einem auf den anderen Server verlagern.
Auch für die Virtualisierung von Windows-Gastsytemen wie Windows XP, Windows Server 2000, 2003 sowie Windows 2008 Beta kündigt der Hersteller merklich bessere Performance an, obwohl für diese Systeme noch keine Paravirtualisierung genutzt werden kann.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Virtualisierungstechnologie belegte der Deutschland-Chef von Red Hat, Werner Knoblich in einer Pressekonferenz mit Zahlen: “Seit der Einführung von RHEL 5 mit integrierter Virtualisierung sind bereits rund 18.000 Server auf Red Hat virtualisiert”, sagt Knoblich, und weiter: “Unser Ziel im ersten Jahr liegt bei 50.000 Stück.” Als eine Ursache für die guten Fortschritte bei der Paravirtualisierung nennt er die enge Zusammenarbeit mit den Hardware-Herstellern Intel und HP. Ein weiteres Ergebnis der Kooperationen sei es, dass RHEL mittlerweile auf rund 1500 Servermodellen zertifiziert ist. Zudem könnten Anwender aktuell mehr als 3400 RHEL-zertifizierte Applikationen nutzen. “Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass Linux heute Mainstream ist”, sagte Knoblich.
RHEL 5 wurde auf der Cebit 2007 vorgestellt (Linux Magazin Online berichtete). Kunden mit laufenden Software-Abonnements können die Version 5.1 ab sofort über die Red Hat Network-, Management- und Automatisierungs-Plattform herunterladen. Runderneuert wird die Unternehmensversion im Zweijahres-Zyklus, RHEL 6 wird folglich für das Jahr 2009 erwartet.



