Zimbra Desktop: Mailclient zum Testen

Das zu Yahoo gehörende Unternehmen Zimbra hat eine weitere Testversion seines Mailclients Zimbra Desktop vorgestellt. Die dafür geltende Yahoo Public License ist dank einiger Änderungen nun Fedora-kompatibel.

Mit dem freien Desktop geht Zimbra einen anderen Weg als die Konkurrenten, die zumeist reine Webmailer oder Festinstallationen anbieten. Der Ajax-basierte Webclient von Zimbra lässt sich auch offline bedienen und später synchronisieren. Bestückbar ist der XClient mit diversen Freemailern wie Yahoo, AOL und Gmail, er nimmt aber auch andere POP3- und seit der Beta3- auch IMAP-Mailzugänge auf. Neben E-Mail sind Funktionen für Kalender und Kontakte enthalten.

Zimbra baut bei der Desktop-Integration auf das Mozilla-Projekt Prism auf. Damit bekommt die Web-Software Funktionen wie einen Splashscreen beim Start und – je nach unterliegendem Betriebssystem – auch eine Integration in die Menüleisten. Mozilla hat für Zimbra einige Features von Prism neu konzipiert. Den Download für Linux. Mac OS x und Windows gibt es hier bei Zimbra.

Die Firma bietet mit dem Zimbra Collaboration Suite 5.0 auch ein komplettes Web-Groupware-System an. Die unter der Yahoo Public License 1.0 (YPL) stehende Software von Zimbra, Collaboration Suite und Desktop, könnte demnächst auch Eingang im von Red Hat finanzierten Fedora-Projekt finden. Wie die Linux-Firma vermeldet, haben sich die Parteien Red Hat/Fedora und Yahoo/Zimbra getroffen, um die YPL den Anforderungen von Fedora anzupassen. Für die Fedora-Distribution kommt nur Software in Frage, die wahlweise eine von der Open Source Initiative (OSI) bestätigte Lizenz aufweist oder eine Lizenz verwendet, die der von der OSI aufgestellten Definition für Open-Source-Lizenzen entspricht. Laut Red Hat war mit einigen Änderungen im Lizenztext den Anforderungen von Fedora Genüge getan. Software unter der YPL sei damit Fedora-tauglich.

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