Am Wochenende hat das Wine-Projekt eine neue Version seines Windows-Emulators freigegeben. Neben den zahlreichen, obligatorischen Fehlerkorrekturen gibt es Fortschritte bei der Direct3D-10-Schnittstelle, sowie erstmals Unterstützung von OpenAL.
Mit Hilfe der Software Wine lassen sich die meisten Windows-Anwendungen auch unter Linux betreiben. Im Gegensatz zu Virtualisierungslösungen wie etwa VirtualBox übersetzt Wine die System- und Bibliotheksaufrufe in ihre Linux-Pendants. Damit integrieren sich zum einen die Windows-Anwendungen in die Linux-Umgebung und zum anderen laufen sie auch etwas schneller ab.
Alexandre Julliard hat jetzt die Version 1.1.30 freigegeben. Zu den größten Neuerungen zählen
die Unterstützung der OpenAL-Bibliothek für Surround Sound,
weitere Arbeiten an der Direct3D 10-Schnittstelle, das als Microsofts OpenGL-Gegenpart insbesondere Spiele antreibt,
verbesserte HTML-, Javascript- sowie MAPI-Unterstützung und schließlich
überarbeitete und fehlerbereinigte Common Controls.
Darüber hinaus wurden zahlreiche kleinere Fehler behoben, die insbesondere bei Spielen auftraten. So lässt sich jetzt das .NET Framework Service Pack 1 installieren, das Actionspiel Bioshock stürzt nicht mehr beim Laden des zweiten Level ab und der Steam-Client stellt seine Farben korrekt da. Über Korrekturen freuen sich auch Spieler von Myst 4, Prince of Persia und Flatout 2. In gleich mehreren Spielen erscheinen die Schriftarten endlich korrekt. Behobene Fehler helfen auch Corel Painter X, Visual C++ und GNU Emacs auf die Beine. Schließlich gehören noch die Pfadprobleme in Speichern-Dialogen der Vergangenheit an und der Internet Explorer 7 bricht seinen Start nicht mehr mit der Meldung "Cannot find '%ws"“ ab.
Sämtliche Fehlerkorrekturen und Änderungen nennen die Release Notes, eine Datenbank mit allen unter WINE lauffähigen Windows-Programmen und Installationshinweisen steht auf der Projekt-Homepage bereit.
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Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele (Folge 2)
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