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Update zu Debian GNU Hurd

23.05.2014

Auf der Debian-Mailingliste gibt es ein Update zur Entwicklung von Debian GNU Hurd, einem Betriebssystem, das sich seit 30 Jahren in Entwicklung befindet.

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Ursprünglich sollte GNU Hurd die Basis eines Betriebssystems für die zahlreichen GNU-Tools werden, darunter GCC und Emacs. GNU Hurd besteht dabei aus einer Reihe von Protokollen und Servern, die auf dem GNU Mach Microkernel laufen. Am Ende übernahm Linux diese Rolle, und bis heute gibt es kein fertiges OS. Debian GNU Hurd befindet sich jedoch in aktiver Entwicklung, nun gab es auf der Mailingliste ein Update, das die Änderungen seit Februar 2012 erläutert.

Im Mai 2013 habe man die Version 0.5 von Debian GNU Hurd veröffentlicht, es sei eine Wheezy-artige Distribution. Die Archivabdeckung des Hurd-i386-Ports habe mittlerweile einen Stand von 80 Prozent erstmals baufähiger Pakete errreicht, schreiben die Macher. Das sei einer größeren Kompatibilität zur Glibc zu verdanken und das Werk zahlreicher Zuarbeiter. Ada sei nun Teil von Hurd-i386, GCC Go werde aktuell übertragen.

Das Init-System sei von einer Reihe von Shellskripten auf Sysvinit gewechselt, von Debian übernehme man die Netzwerkkonfiguration, die Halt- und Shutdown-Kommandos sowie die Mount-Aktionen zur Bootzeit. Auch in den Upstream-Projekten GNU Hurd und GNU Mach gebe es Fortschritte. So sei man zu Pthreads gewechselt, gebe es einen Iceweasel-Port auf Hurd, verwende man nun Userspace-Netzwerktreiber und lassen sich Threads zerstören, anstatt sie zu recyclen.

Details und noch einige weitere Änderungen verrät der Mailinglistenbeitrag von Michael Banck, die ISOs vom Mai 2013 liegen auf Debians FTP-Server.

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