Open Source im professionellen Einsatz

Newsletter abonnieren
Seite durchsuchen

HEFTARCHIV | NEWS | E-BIBLIOTHEK | VIDEO | BLOGS | WHITEPAPER | EVENTS | ACADEMY | ABO | SHOP

user friendly

  Home  »  NEWS  »  Ubuntu 10.04 LTS: Keine Experimente  

RSS-Feed der aktuellen News von Linux-Magazin Online Folgen Sie Linux-Magazin Online auf Twitter
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark

Ubuntu 10.04 LTS: Keine Experimente

Am Donnerstag soll die erstes Alpha-Version von Ubuntu 10.04 LTS erscheinen. Das kommt offiziell im April 2010 heraus, setzt auf den gerade erschienenen Kernel 2.6.32 und soll wesentlich stabiler sein als die Vorgängerversionen, da es sich um eine Version mit Long Term Support handelt.

Anwender, die Wert auf ein stabiles Ubuntu legen, verwenden am besten die LTS-Version. Dadurch müssen sie mindestens zwei Jahre lang auf dem Desktop nicht um Upgrades auf neuere Ubuntu-Varianten kümmern. Die Server-Ausgabe erhält sogar fünf Jahre Support. Die letzte LTS-Version war Ubuntu 8.04 Hardy Heron, das im April 2008 erschien.

Die Kernel-Entwickler von Ubuntu haben sich nun auf dem Ubuntu Developer Summit (UDS) auf eine Marschroute für 10.04 geeinigt. Am Freitag gab es ein offizielles Announcement zu den Plänen. Demnach kommt Ubuntu 10.04 mit einem Kernel 2.6.32, der gerade in einer stabilen Version erschienen ist. Grund: So haben die Entwickler mehr Zeit, an Bugfixes zu arbeiten. Ausnahme bilden die ARM-Kernel, die bei Bedarf weiterhin die Version 2.6.31 nutzen.

Experimentell soll es die Möglichkeit geben, neuere Kernel für Lucid Lynx über Backports zu verwenden. Das macht Sinn, um nach der Veröffentlichung auch von aktuelleren/stabileren Gerätetreibern zu profitieren, die in den neueren Kernels stecken. Support für diese Kernel-Versionen gibt es aber nur für zertifizierte Plattformen.

Kernel-Updates betreffen nach wie vor Sicherheitsupdates und kritische Bugs. Zusätzlich will man "einfache, offensichtliche, kurze oder Hardware-relevante Patches" ausliefern, so lange sich der nächste Release noch nicht im Beta-Stadium befindet. Zudem will man mehr Updates aus dem stabilen Zweig der Upstream-Entwickler übernehmen.

Grub 2 bleibt in Lucid Lynx weiterhin der Bootloader der Wahl, Ext4 kommt als Standard-Dateisystem zum Einsatz. Die mit dem Kernel ausgelieferten Treiber sind alle bis auf DRBD in Benutzung und sollen die neuesten Updates erhalten. Der Umgang mit Bugs soll zudem effizienter werden, unter anderem erhält die Bugmelder-Software Apport weitere Optionen.

Nicht zuletzt soll der Kernel beim Booten und beim Mounten des Root-Systems weniger Zeit beanspruchen, nämlich zwei Sekunden. Das wollen die Entwickler durch Anpassungen an AppArmor und eine Überprüfung der Dekompressionsalgorithmen von Initramfs erreichen. Dabei wollen die Entwickler insbesondere einen Blick auf den Moblin-Kernel werfen. Wer die Entwicklung verfolgen will, findet hier übrigens tägliche Charts mit den aktuellen Bootzeiten. Neu in Ubuntu 10.04 werden das bereits erwähnte Kernel Mode Setting für ATI Radeon sein sowie der Einsatz der Nouveau-Treiber für Nvidia-Nutzer. Zudem wollen die Entwickler Suspend/Resume weiter verbessern.

(Kristian Kißling)
Diesen Artikel druckenDiesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel kommentieren Newsletter abonnieren
Share/Bookmark
Ähnliche Artikel
Kernel-Updates beseitigen Suspend-Bug
Greg K-H mistet Treiber aus
Linus Torvalds: Kernel 2.6.25-rc1 "Bloody Large"
Kroah-Hartmans Linux-Treiber-Projekt startet
VIA fördert Treiber-Entwicklung
Linux-Kernel: Bessere Webcam-Unterstützung dank GSPCA
Whitepaper
Daten Migration - Eine Publikation von Bloor Research

Datenmigrationsprojekte überschreiten häufig das Budget, neigen zu Verzögerung und werden unter Umständen komplett abgebrochen. Bloor Research ist eines der weltweit führenden IT-Forschungs-, Analyse- und Beratungsunternehmen und wird in dem vorliegenden White Paper die wichtigsten Aspekte dieser Problematik näher beleuchten. Ferner werden praktische Empfehlungen für erfolgreiche Migrationsprojekte gegeben, die Sie auf Ihr nächstes Projekt übertragen können.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Open Source Datenintegration in der Praxis: Fallstudien und Anwendungsbeispiele

Über die letzten Jahre hinweg haben sich Open Source Lösungen als fester Bestandteil des gesamten Datenintegrationsmarktes etabliert. Viele Unternehmen haben bereits das Open Source Modell für Ihre Datenintegrationsprojekte aufgegriffen. Das vorliegende White Paper illustriert anhand ausgewählter Fallstudien und Anwendungsbeispiele die Implementierung von Open Source Datenintegration in der Praxis und benennt die daraus resultierenden Vorteile.

Download PDF (Registrierung erforderlich)
Kommentare (0)